19. September 2017

JUGEND/ BILDUNG

„Lehrlinge von heute sind Arbeitgeber von morgen!”


In Linz fand ein Landeslehrlingswettbewerb der Fleischer, Handwerksbäcker und Konditoren statt. Am Siegerehrungsbild (v. li.): Landesinnungsmeister-Stv. Willibald Mandl, Landesinnungsmeister-Stv. Reinhard Honeder, Julia Krenn (beste Bäckerin), Christian Derntl (bester Fleischer), Barbara Freimüller (beste Konditorin), Landesinnungsmeister Leo Jindrak, Innungsgeschäftsführer Mag. Heinrich Mayr MBA

Mit 151.000 Beschäftigten – das sind ein Viertel der Arbeitnehmer – wurde im Vorjahr ein Gesamtumsatz von 17,7 Millarden Euro erzielt. „Das oö. Handwerk und Gewerbe ist mit deutlichem Abstand die Nummer 1 in Oberösterreich”, betont Jindrak.

Allerdings spiegle sich dieser Stellenwert zu selten in der Öffentlichkeit wider. „Stellenwert und Ansehen des Handwerks und damit der Lehre müssen angehoben werden. Wo Handwerk draufsteht, ist Kopfarbeit drin”, erklärt der Linzer Traditionskonditor.

3900 Lehrbetriebe bilden derzeit fast 12.000 Lehrlinge aus. Aber ihre Zahl sank in den letzten fünf Jahren um 1350. Grund sind geburtenschwache Jahrgänge einerseits und der Trend zur schulischen Ausbildung andererseits. „Wir müssen daher aktiv auf die jungen Leute zugehen. Wenn es uns gelingt, die Lehre als echte Alternative zur schulischen Weiterbildung zu verankern, sollte uns die demografische Entwicklung nur noch halb so stark treffen”, hält Jindrak nichts von Pessimismus.

Ein Ausblick auf die Personalplanung der Betriebe: Bis Juni wollen 21 Prozent den Personalstand um durchschnittlich 27 % erhöhen, 75 % den Mitarbeiterstand halten und nur 4 % die Zahl der Mitarbeiter verringern.