19. September 2017

JUGEND/ BILDUNG

Lernen wie an der Universität: Poly Enns hat damit Erfolg!

Arbeiten wie in Studienbibliotheken, Internet-Recherchen, Teilprüfungen zu selbstgewählten Terminen, abschließende „Klausurarbeiten“ - der Unterricht in Mathematik, Deutsch und Englisch hat sich am Poly Enns grundlegend verändert. Während in Wien Politik und Experten seit Jahren an neuen Lehrkonzepten herumdoktern, ist man in Enns zur Praxis übergegangen.

Jeder Unterrichtstag startet mit einer Doppelstunde „Studierzeit“, in denen die Jugendlichen selbst entscheiden, welches Fach bearbeitet wird. Eigenverantwortlich wird die Zeit für Mathematik, Deutsch und Englisch eingeteilt. Nach erledigten Teilbereichen melden sich die Jugendlichen und legen verpflichtende Teilprüfungen ab, um ihren Wissensstand zu testen.

Der gesamte Unterrichtsstoff in den drei Fächern wurde zu „Selbsterarbeitungsprogrammen“ umgebaut. Die Lehrer sehen sich dabei als Helfer, Berater und Trainer.

Zum Schulschluss erlebte die Wahlfreiheit der Lerninhalte ihre Nagelprobe. Durch den Schwierigkeitsgrad der gelösten Aufgaben legten die Schüler ihr Leistungsniveau selbst fest. Direktor Thomas Wintersberger: „Das Arbeitsklima ist seit Beginn dieses Versuches weit entspannter, viele Jugendliche arbeiten intensiver.“ Im neuen Schuljahr startet die Poly-Uni im Herbst.