20. Juli 2017

JUGEND/ BILDUNG

Erziehungswissenschafter fordert neue, kreative Konzepte:

„Die Lehrpläne von heute sind die Lehrpläne von gestern!”


Diskutierten Bildungsfragen (v. l.): Prof. Klaus Zierer, Prof. Christiane Spiel, LR Mag. Doris Hummer, Freiram-Projektleiter Mag. Thomas Stelzer

Bildung ist der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Doch wie sollen die idealen Lehrpläne aussehen? Wie können wir Kinder und Jugendliche zum Lernen motivieren? Wie schaffen wir es, die Eltern auf Ballhöhe zu halten? Solche Fragen diskutierte die OÖVP im Rahmen ihres Projekts „Freiraum” mit Experten.

Freiraum-Leiter Klubobmann Mag. Thomas Stelzer: „Der Lernerfolg junger Menschen hängt davon ab, ob es gelingt, Neugier und Wissensdurst zu wecken.” Dazu bedarf es adäquater Lehrpläne. Für die Welt von morgen reiche es nicht aus, Kindern und Jugendlichen Kompetenzen im Sinn von Wissen und Können zu vermitteln. Das sei eine zu einseitige und überholte Vorgangsweise, stellte der deutsche Professor Dr. Klaus Zierler, Erziehungswissenschaftler an den Universitäten Oxford und Oldenburg, fest. Neben Wissen und Können sei auch das Wollen und das Werten in den Blick zu nehmen. „Die Lehrpläne von heute, sind eigentlich die Lehrpläne von gestern,“ kritisierte Zierer.

DDr. Christiane Spiel, Professorin am Institut für Angewandte Psychologie der Uni Wien, sieht neben Neugierde das Selbstvertrauen als eine wichtige Basis für die Lernmotivation.

Die Bedeutung der Bildung unterstreicht folgendes Faktum: Etwa die Hälfte der derzeit mehr als 50.000 Arbeitslosen in Oberösterreich hat keinen oder nur Pflichtschulabschluss.