25. November 2017

JUGEND/ BILDUNG

Trotz des zunehmenden Mangels an Lehrlingen in OÖ:

Die Lieblingsausbildung der Jugend ist die Lehre

Die duale Ausbildung hat auch im Jahr 2015 nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt. Konkret starteten im Vorjahr 6.708 Personen (2014 waren es 6.979), darunter 4.261 Burschen, ins erste Lehrjahr.

In Summe bilden derzeit 5.766 oberösterreichische Betriebe 23.660 Lehrlinge aus (2014: 24.644). Somit entscheidet sich fast jeder zweite Jugendliche (45 Prozent) für eine Lehre. Das ist in Österreich die zweithöchste Quote hinter Vorarlberg. Der österreichische Durchschnitt beträgt 38 Prozent. „Diese Tatsache unterstreicht das Engagement der Ausbildungsbetriebe in unserem Bundesland, für die Sicherung der dringend benötigten Fachkräfte selbst Verantwortung zu übernehmen,” lobt Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Rudolf Trauner.

Trotzdem nimmt der Lehrlingsmangel in unserem Land zu. 2015 gab es im Durchnitt 594 sofort verfügbare Lehrstellen, die nicht besetzt werden konnten (+ 12,9 Prozent). Im gleichen Zeitraum waren 555 Lehrstellensuchende gemeldet (- 6,4 Prozent). Dieser Entwicklung liegt vor allem die demographische Entwicklung der 15-Jährigen zugrunde. Diese Altersgruppe wird seit Jahren weniger. Sie wird sich aber bis 2020 auf niedrigem Niveau stabilisieren.

Österreichweit gibt es zur Zeit 197 Lehrberufe, im Vorjahr sind 18 neue, modernisierte dazugekommen. Neu sind unter anderen der Hotelkaufmann, die Ofenbau- und Verlegetechnik, die Zimmereitechnik und der Medizinproduktekaufmann.

Mag. Friedrich Dallamaßl, Leiter der WKOÖ-Lehrlings- und Meisterprüfungsstelle, kennt die Hitliste der Lehrberufe. Da steht die Metalltechnik vor dem Einzelhandel und der Elektrotechnik ganz oben. Bei den männlichen Lehrlingen führt Metalltechnik vor Elektrotechnik und Fahrzeugtechnik, bei den weiblichen der Einzelhandel vor Bürokauffrau und Friseurin.