19. September 2017

JUGEND/ BILDUNG

Landsleute blicken skeptisch in die Zukunft:

Jugend habe schlechtere Chancen als ihre Eltern


Sie stellten Studie vor, wie die Oberösterreicher die Zukunftschancen ihrer Jugend einschätzen und wo sie die größten Gefahren sehen: ÖVP-Klubobfrau Mag. Helena Kirchmayr, Neuromed Campus-Primar Dr. Kurosch Yazdi (rechts) und DDr. Paul Eiselsberg von IMAS.

Glauben Sie, dass die heutige Jugend in Oberösterreich eher bessere oder schlechtere Zukunftsaussichten hat als die Elterngeneration vor rund 20, 30 Jahren? Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut IMAS im Auftrag des OVP-Landtagsklubs im Juli mehr als 600 Oberösterreichern über 16 Jahre. Das Ergebnis: 59 Prozent der Landsleute, also knapp drei Fünftel, schätzen die Zukunftsperspektiven der Jungen eher schlechter ein, während je ein Fünftel (20 %) von besseren oder unveränderten Chancen ausgeht. Interessantes Detail: Jüngere Befragte unter 35 Jahren beurteilen die Chancen der oberösterreichischen Jugend überdurchschnittlich gut. Am vergleichsweise pessimistischsten zeigen sich Personen im Alter von 35 bis 59 Jahren.
Die Aussichten der Jugendlichen in anderen Bundesländern werden allerdings zum Teil noch schlechter beurteilt. 52 Prozent der Oberösterreicher haben den Eindruck, dass die Jugendlichen in unserem Bundesland bessere Chancen haben als in Rest-Österreich. 37 Prozent der Befragten stufen die Entwicklungsmöglichkeiten als gleich gut  ein, nur 5 Prozent schätzen diese vergleichsweise schlechter ein. Hierbei zeigen sich kaum altersspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung.
OÖVP-Klubobfrau und Jugendsprecherin Mag. Helena Kirchmayr teilt die überwiegende Skepsis ihrer Landsleute nicht: „Die Chancen, die sich heute Jungen auftun, sind so vielfältig wie nie. Aus dem Überangebot muss jeder das Richtige für sich wählen, dann stehen einem mit Engagement und dem nötigen Willen alle Türen offen“.
Als größte Gefahrenquellen für die Jugend sehen die Befragten die Internetsucht (53 %), Alkohol (47), Nikotin/Rauchen (45), Cannabis/ Extasy (44), Cyber Mobbing (39) und harte Drogen wie Kokain/Crystal Meth (37 ). Derzeit seien in Österreich etwa vier Prozent der 15-Jährigen internetsüchtig, weiß Primar Dr. Kurosch Yazdi, Spezialist für Suchterkrankungen im Wagner Jauregg-Spital, und fügt wenig überraschend hinzu: „Die Tendenz ist steigend!“