18. August 2017

AKTUELLES

Tiere und Pflanzen als Wetterpropheten

Klimawandel hin, Erderwärmung her! Nach dem kältesten Jänner seit 30 Jahren fragen sich viele Landsleute: Wie wird heuer der Frühling? Es gibt viele Tiere und Pflanzen, die darauf Antwort geben. Ein Meteorologe mit Oberösterreich-Bezug hat dazu einen interessanten Ratgeber verfasst.


Alexander Ohms ist ein mutiger Mann. Der studierte Wetterforscher, der in der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Kundenservicestelle für Salzburg und Oberösterreich arbeitet und dessen Wettervorschau regelmäßig in Radio Oberösterreich zu hören ist, wagt sich mit seinem Buch (Bild) „Wetterprophet Natur. So nützt man Tiere und Pflanzen zur Wettervorhersage“ (Ennsthaler Verlag, 168 Seiten, 14,90 Euro) aufs Glatteis. Als Meteorologe über Bauern- und Wetterregeln zu schreiben, birgt die Gefahr von Spott und Hohn. Muss man sich doch auch nach Fehlprognosen, die immer wieder vorkommen, oft hämische Bemerkungen anhören wie, „dass man zum Würfeln keine akademische Ausbildung benötige,“ wie Alexander Ohms eingesteht.
 Trotzdem ging der 43-jährige Wetterkundler das Risiko ein und beschreibt fundiert, informativ und mit Humor, wie Vorhersagen durch Naturbeobachtung funktionieren. Seine Motivation: „Sowohl der Meteorologe als auch die Tiere und Pflanzen sind interessiert am aktuellen Wetter und seiner weiteren Entwicklung.“
Neben den Wetterzeichen in Fauna und Flora erklärt Ohms in seinem Ratgeber auch den Stand der modernen Meteorologie und Klimaforschung.
Und wie wird nun der Frühling? Das zeigen uns zumindeste tageweise Frühjahrsblüher wie Krokusse an, die schon bei den ersten Sonnenstrahlen ihre Blüten öffnen. Wenn sie sich trotz Sonnenscheins am Vormittag nicht öffnen, weiß der aufmerksame Beobachter, dass es im Tagesverlauf kälter wird und man am Nachmittag die dicke Jacke braucht.