20. Juli 2017

AKTUELLES

Jetzt droht eine Borkenkäfer-Plage

Die Hitze und die lange Trockenphase haben nicht nur auf den heimischen Feldern in Form von Minderertrag ihre Spuren hinterlassen, vor allem die Trockenheit bringt auch eine große Gefahr für unsere Wälder: Es droht eine Borkenkäfer-Plage.
Das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate hat die Entwicklung der in den Baumrinden brütenden Insekten sehr begünstigt. Es droht eine Massenvermehrung. Der Borkenkäfer gehört zu den gefährlichsten Waldschädlingen.Der Landesforstdienst registriert ein hohes Aktivitätsniveau des Schädlings. In den ausgelegten Fangbäumen und in den Borkenkäferfallen werden viele Fänge verzeichnet. Besonders betroffen vom aktuellen Befall sind das Mühlviertel und das Alpenvorland.
Bisher sind in Oberösterreich im Jahr 2017 rund 50.000 Festmeter Borkenkäferschadholz angefallen, rund 50 Prozent sind Einzelbefall, 45 Prozent Baumgruppen und rund 5 Prozent großflächiger Befall. Die bisherige Schadholzmenge liegt noch etwas unter dem Vorjahresnievau, doch viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Schäden „explodieren“ könnten.
Die Waldbesitzer sind in diesen Wochen zu besonderer Aufmerksamkeit verpflichtet. Gefährliche Vermehrungen des Käfers müssen der Forstbehörde gemeldet werden. Harzfluss am Stamm und Bohrmehl an Einbohrlöchern, in denen die Eier abgelegt werden, sind klare Zeichen für einen Befall. Durch den Fraß der Larven und Käfer wird der Baum innerhalb kürzester Zeit zum Absterben gebracht.