25. November 2017

AKTUELLES

Hilfsverein aus Buchkirchen hat schon 1.300 Kinder geheilt

Medizin-Engel im Himalaya


Die Eingriffe erfolgen zum Teil mit rostigem OP-Besteck und handelsüblichen Schlagbohrmaschinen, wie das Bild zeigt.

Österreichs Außenministerium warnt vor Reisen nach Kaschmir, wo sich Indien, Pakistan und China um die Vorherrschaft streiten und immer wieder Unruhen ausbrechen. „Für uns ist es aber fast wie ein Heimkommen,“ freut sich Veronika Gattermayr auf den Flug in den Norden Indiens.  Die Ordinationsassistentin und ihr Chef Dr. Ernst Orthner (Bild) werden im Kyber Hospital in der Stadt Srinagar dringend erwartet. „Wir werden nirgends so gut unterstützt wie dort,“ so Gattermayr.
Die Unterstützung ist wichtig, denn auf das medizinische Hilfsduo aus Oberösterreich wartet viel Arbeit. Beim vorerst letzten Besuch in Srinagar wurden an einem Tag 75 Kinder untersucht, operiert wurde bis in die Nacht. Behandelt werden Fehlbildungen der Füße.
Universitätsdozent Ernst Orthner war 15 Jahre Primar in der Unfallchirurgie im Klinikum Wels, heute betreibt er eine Fußklinik in Wels. Seine dreiteilige Sprunggelenksprothese wurde vom österreichischen Patentamt prämiert.
2010 gründeten Orthner und Gattermayr den gemeinnützigen Verein „Kinderfüße brauchen Hilfe“ und opfern dafür fast ihren gesamten Urlaub. Bei jeweils zwei Operationsreisen pro Jahr nach Indien wurden bisher insgesamt 1.300 Kinder operiert oder konservativ versorgt. Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden, wobei mit 110.- bis 130.- Euro einem Kind nachhaltig geholfen werden kann.
Wer „Kinderfüße brauchen Hilfe“ (www.moderne-medizin.at/kinderfuesse) helfen will, kann auf das folgende Hypo Oberösterreich-Konto spenden: IBAN AT61 5400 0000 1204 2503.