19. August 2018

AKTUELLES

23-jähriger Paschinger ist jüngster Doktor der Naturwissenschaften an Linzer Uni

„Hallo“-Kolumnist stellte Studienrekord auf


Rekordstudent und „Hallo“-Kolumnist Helmut Hofbauer mit seiner Doktorarbeit.

Helmut Hofbauer ist Lehrer in der HTL Paul-Hahn-Straße in Linz und informiert in seiner Kolumne (siehe auf dieser Seite) die große „Hallo“-Leserfamilie über naturwissenschaftliche Phänomene. Neben diesen Tätigkeiten schloss er das Doktoratsstudium der Naturwissenschaften unter der Mindeststudiendauer ab. „Natürlich muss man hierfür gut organisiert sein. Dennoch hat die Woche 168 Stunden, die man mehr oder weniger nutzen kann“, sagt der Junglehrer.
Der zielstrebige Herr Doktor schrieb seine 347 Seiten dicke Doktorarbeit aus Interesse am Thema und am wissenschaftlichen Arbeiten. Eine weitere universitäre Karriere strebt er nicht an.
„Ich habe große Freude am Unterrichten und kann mir keinen schöneren Job vorstellen, als Schüler zu begeistern. Auf der Uni würde mir dies abgehen.“
Trotz der Mehrfachbelastung vergisst Helmut Hofbauer nicht auf Freizeit, Freunde und Familie. Der passionierte Pianist, der schon mit Udo Jürgens auf der Bühne von Schloss Grafenegg spielte, empfindet aber auch seine Arbeit als bezahltes Hobby.
Allerdings: „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten,“ sagte schon Goethe. Helmut Hofbauer kennt den Neid vieler, bezieht sich aber auf ein Zitat von Wilhelm Busch: „Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“ Viele Österreicher würden ständig die Forderung nach Leistung stellen, so Hofbauer, „erbringt man diese, so braucht man nicht lange auf Kritiker zu warten.“ Für Leistungen muss man auch den nötigen Einsatz und Arbeitswillen aufbringen: „Dies sehen viele jedoch nicht. Arbeit kommt auch im Wörterbuch vor Erfolg.“
Ähnlich eifrig ist der Bruder des Jungdoktors. Norbert Hofbauer schloss das Studium der Rechtswissenschaften mit 20 Jahren ab und befindet sich in der Endphase des Doktoratsstudiums.
Mit Mathematik und Physik unterrichtet Helmut Hofbauer zwei Gegenstände, die für viele Schüler nicht gerade zu den Lieblingsfächern zählen. Abstrakte Sachverhalte und theoretische Zusammenhänge sind nicht jedermanns Sache.
Im Sinne des Fortschritts hält es Hofbauer jedoch für unabdingbar, sich in der Schule damit zu beschäftigen: „Für den Aufbau eines mathematisch-logischen Denkens muss man sich eben auch mit Gebieten befassen, deren direkter Anwendungsbezug vielleicht nicht sofort erkennbar ist. Ein Profifußballer muss ja auch Krafttraining machen, obwohl am Spielfeld keine Hantelbank steht.“