15. November 2018

AKTUELLES

50 Pflanzen für einen besseren Sex

Veronika, der Spargel wächst! Passend zur Erntezeit des königlichen Gemüses bringt die „Hallo“-Kolumnistin Ursula Asamer ein lehrreiches, unterhaltsames und wunderbar illustriertes Buch auf den Markt: „50 Shades of Green“! Asamers Weg zu besserem Sex führt nicht in die Apotheke, sondern durch die Natur.


Nach der Lektüre von „50 Shades of Green“ kann man sich seinen persönlichen Mix von Aphrodisiaka aus Wald- und Wiesenkräutern zusammenstellen. Autorin Ursula Asamer (unten) erweist sich nicht nur als hervorragende Kennerin der Lustkräuterszene, sie verpackt ihr Wissen in einem unverkrampften, lockeren Schreibstil, der häufig zum Schmunzeln reizt. Lesenswert!

Die Wälder und Wiesen vor unserer Haustür sind voll von Liebespflanzen. Vielfach lässt schon deren Form den Schluss auf ihre Wirkung zu.  Wer seinen Blick dafür schärfen will, muss „50 Shades of Green“ (Kneipp-Verlag, 128 Seiten, 19.- Euro) lesen. Ursula Ahamer stellt darin die 50 wichtigsten heimischen Kräuter und Blüten für Lust und Liebe vor, erklärt historische Zusammenhänge und bringt viel Wissen aus Brauchtum und Volksmedizin ein.
Ursula Asamer ist Komplementärmedizin-Therapeutin, Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftsvermittlerin. Ihr Spezialgebiet sind Aphrodisiaka am Wegesrand. Seit drei Jahren lustwandelt die 61-Jährige in Steinbach am Attersee bei „50 Shades of Green“-Naturschauspiel-Wanderungen mit interessierten Besuchern durch das Salzkammergut. Die nächste Tour findet am 25. Mai (15 - 18 Uhr) statt.
„Der Titel ,50 Shades of Green’ ist mir eingefallen, als ich bei einem Kurs in der Landwirtschafskammer die vielen Grün-Schattierungen gesehen habe,“ erzählt die gebürtige Gmundnerin, die in Attnang-Puchheim lebt. Bei den Recherchen für das Buch hat Asamer auch viele mittelalterliche Schriften studiert,  in denen die „gefährlichen“ Liebeskräuter in Blumen- und Symbolsprache nur umschrieben wurden. „Früher hat man ja in Klöstern eigene Keuschheitsbeete mit Pflanzen zur Unterdrückung der Lust angelegt,“ weiß die Autorin.
Und was sind nun Turbolader aus der Natur  für die Libido? Da wäre einmal der Ackersenf, den Asamer als „den Scharfmacher aus der Wildkräuterküche“ nennt. Weil er zur Unkeuschheit reizt, war Senf während der Inquisition in Klöstern sogar verboten.
Anis ist „gut für alte Knaben, die keine rechte Lust mehr haben“, „Basilikum haut Jungfrauen um“ und der Frauenmantel wird seit Alters her wegen seiner durchblutungsfördernden und stimulierenden Wirkung frigiden Frauen empfohlen. Als potenzfördernd gilt der Weißdorn. Seine gefäßerweiternde Funktion kann zu härteren Erektionen führen. Durch Sellerie erfährt man „Ständerkraft aus Knollensaft“, wie Asamer schreibt. Ihr Tipp: „Eine gute Selleriesuppe als Betthupferl hat noch jede Liebesnacht bereichert.“
Apropos Selleriesuppe: Das letzte Kapitel des Buches enthält eine  Reihe von verführerischen Rezepten.