16. Juli 2018

AKTUELLES

Damit sich Diebe und Bestohlene nicht in die Haare kriegen:

Maibaum-Landkarte gibt die Spielregeln vor


Die Meinungen darüber, wann und unter welchen Bedingungen ein Maibaum entwendet werden darf, gehen weit auseinander. Im ganzen Land gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen. Sogar in kleinen Orten findet man verschiedene Auslegungen dieses Brauchtums, was immer wieder den Diebstahlsschwank in einen Zank verwandelt.
Wann darf der Baum gestohlen werden? Darf man auch den liegenden Baum mitgehen lassen? Ist beim Stehlen nur Muskelkraft oder sind auch technische Hilfsmittel erlaubt? Für diese Fragen gibt es keine generellen Richtlinien. Deshalb begann die OÖ-Landjugend vor fünf Jahren mit der Erstellung eines Brauchtumskatalogs in Form einer digitalen Maibaum-Landkarte.
Alle, die Maibäume aufstellen, wurden eingeladen, in einem Fragebogen ihre Bedingungen für den Diebstahl klarzustellen. Mittlerweile umfasst diese Maibaum-Landkarte schon mehr als 200 Fragebogen-Eintragungen, die man unter www.ooe.landjugend.at nachlesen kann. Potentielle Diebe sind gut beraten, hier nachzuschlagen, bevor sie ans Werk gehen, um spätere Zwistigkeiten zu vermeiden. Prinzipiell gilt nämlich der Vertrauensgrundsatz. Eine Gruppe, die einen Maibaum aufstellt, kann davon ausgehen, dass sich die Maibaumdiebe an den jeweiligen lokalen Brauch halten.
Das Maibaumaufstellen geht meist mit einer geselligen Veranstaltung einher. So steigt ein großes Maibaumfest am 27. April ab 16.30 Uhr im Generationenpark Noitzmühle in Wels, Ecke Traunstraße/ Föhrenstraße. Blasmusik und Flötenspatzen spielen auf, verschiedene Tanzgruppen treten auf, dazu gibt es Speis’ und Trank.