11. Dezember 2018

AKTUELLES

Die Stadt Marchtrenk befindet sich seit einigen Jahren im Aufwind

Ein Wehmutstropfen in der Euphorie


Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr (54) blickt optimistisch in die Zukunft. Seit fünf Jahren im Amt, sieht er „Herausforderungen nicht als Problem, sondern als Anreiz.“ Dabei setzt er auf Bürgernähe. So lädt Mahr regelmäßig zur Stadtrundfahrt im Oldtimer-Bus ein, bei der offene Fragen beantwortet und neue Projekte vorgestellt werden.

Aktuell zählt Marchtrenk inklusive Zweitwohnsitze 14.444 Einwohner, in zwei Jahren werden es 15.000 sein. Damit rittert man mit Bad Ischl um Platz 8 unter den größten Städten Oberösterreichs.  Tatsächlich hat Marchtrenk in jüngster Vergangenheit eine Entwicklung genommen, von der die meisten Gemeinden nur träumen können.
Im Soge einer regen Wohnbautätigkeit steigt die Zahl der Einwohner jährlich um 200 bis 300 Personen, die Betriebsansiedlung boomt und damit auch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen.
„Alleine 2016 wurden 1.040 neue Arbeitsplätze geschaffen, damit waren wir die Nummer 1 in Oberösterreich. Und in dieser Tonart geht es  weiter,“ freut sich Bürgermeister Paul Mahr (SPO). Neue Werke der Welser TGW und des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Eisberg bringen weitere hunderte neue Jobs. Mahr: „Derzeit verhandeln wir mit sieben Firmen, die ebenfalls in unsere Stadt kommen wollen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.“
Der Aufwärtstrend Marchtrenks ist eng mit der Person des Bürgermeisters verbunden. Paul Mahr wurde vor fünf Jahren, am 26. Mai 2013, zum Stadtchef gewählt. „Seither haben wir der Stadt eine Identität gegeben. Dazu gehört, dass die kulturellen Veranstaltungen vervierfacht worden sind, denn ich setze mich für ein Miteinander der Menschen ein,“ so der Stadtchef.
Die Errichtung des neuen Kulturzentrums „KulturRaum TRENK.S“ hat diese Entwicklung befeuert. Der Bau des Kindergartens 5 und des Kinderhortes 2 sowie die Sanierung der Neuen Mittelschule kennzeichnen die infrastrukturellen Verbesserungen. „Ich plane bereits die Kindergärten 6 und 7,“ berichtet Mahr. Die Betreuungseinrichtung 7 soll im Bereich Eichenstraße angesiedelt werden, wo 190 Wohnungen entstehen. „Das wird der erste Kindergarten Oberösterreichs, den alle Eltern mit den Kindern ohne Auto erreichen können. Man braucht zu Fuß nur ein paar Minuten,“ so der Bürgermeister.
Wo es sich spießt, ist der Ausbau der Hauptverkehrsader. „Wir fordern eine leistungsstarke, ampfelfreie und aus Lärmschutzgründen tiefergelegte B1, aber keinen Tunnel,“ erklärt Paul Mahr und kritisiert, „dass Marchtrenk seit 30 Jahren vom Land um den Lärmschutz betrogen wird.“ Dass die Tieflage ein paar Millionen mehr kostet, rechne sich für das Land durch den Wirtschaftsaufschwung in Marchtrenk, so Mahr. Am 5. Juni wird wieder mit dem Land über die B1 verhandelt.