21. Oktober 2018

AKTUELLES

Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Springkraut & Co

Zugewanderte Pflanzen machen große Probleme


das Indische Springkraut (Foto: Wolfgang Schnallinger)

Der heiße Sommer hat es verdeutlicht: Nur robuste Wildpflanzen können sich gegen konkurrenzstarke, zugewanderte Arten wie das Indische Springkraut oder den Japanischen Staudenknöterich behaupten. Der Naturschutzbund warnt: „Werden die heimischen Gewächse geschwächt - durch Hitze oder auch gestörte Lebensräume - haben invasive Neophyten leichtes Spiel. Vielerorts kommen sie fast in Reinbeständen vor.“
Der Naturschutzbund fordert zumindest in besonders schützenswerten Lebensräumen aktive Bekämpfungsmaßnahmen. Um die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam zu machen, hat er das Indische Springkraut zum Neophyt des Jahres 2018 erklärt. Diese Pflanze wächst in kurzer Zeit über zwei Meter hoch und kann so andere Pflanzen schnell überdecken und verdrängen.
Der aus Ostasien stammende Staudenknöterich wird bis zu über drei Meter hoch, seine Wurzeln reichen bis zu zwei Meter  tief.  Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze nach England gebracht und verbreitete sich dann über ganz Europa. In dichten Beständen lässt der Knöterich anderen Pflanzen kaum Lebensraum. Er dringt in kleinste Ritzen von Mauern und Asphalt ein. Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner: „Die Pflanze verursacht im Straßenbereich und an Bahndämmen erhebliche Schäden.“
Eine unterschätzte Gefahr für Hunde und Katzen ist der bis zu drei Meter hohe Riesenbärenklau. Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe, die in Verbindung mit UV-Licht zu Hautverbrennungen und Blasen führen.