15. November 2018

AKTUELLES

Linzer St. Barbara-Friedhof bietet neue Art von Führung an

Promi-Toten per Handy auf der Spur


Das Grabmal von Adalbert Stifter verfügt nun über einen QR-Code, der via Smartphone über das Leben des Schriftstellers Auskunft gibt. 60 Gräber und 20 Denkmäler bieten diese Info-Möglichkeit.

Friedhöfe sind nicht nur letzte Ruhestätten. Sie werden auch als Erholungsoasen geschätzt. Einen Spaziergang durch den Linzer St. Barbara-Friedhof kann man nun auch zur Fortbildung nützen. Per Handy und QR-Codes (Quick Response, schnelle Antwort) erhält man Auskunft über bekannte Persönlichkeiten, die hier neben den „Normalsterblichen“ ruhen.
Der Barbara-Friedhof ist zwölf Hektar groß und verfügt über etwa 20.000 Grabplätze. Seit 1785 wurden hier 200.000 Bestattungen durchgeführt, also etwa so viele Menschen begraben wie die Landeshauptstadt Einwohner hat. Darunter sind naturgemäß viele Prominente, wie beispielsweise der Schriftsteller Adalbert Stifter (1805-1868), der Naturforscher Andreas Reischek (1845-1902), der Freiheitskämpfer Anton Bulgari (1877-1934), der am längsten amtierende Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner (1893-1984), Ex-Generalvikar Prälat Mag. Josef Ahammer (1934-2017) oder der Musiker Karl Richard Benedik (1962-2011), der sich RIK nannte.
Insgesamt sind derzeit etwa 60 Gräber und 20 Denkmäler  mit einem QR-Code versehen. Dieses Informationsangebot wird sukzessive erweitert und von den Besuchern sehr geschätzt. „Innerhalb von nicht einmal drei Wochen haben wir schon einige hundert Zugriffe verzeichnet,“ freut sich Friedhofsverwalter Clemens Frauscher.