15. November 2018

AKTUELLES

Japaner fliegen auf Daunen aus OÖ

Einmal jährlich landet eine Gans am Teller


Bevorzugt landen Weidegänse aus Freilandhaltung am Speiseteller (Foto: LK OÖ).

Oberösterreich ist mit 21.000 Weidegänsen auf 120 Bauernhöfen das Bundesland Nummer 1 in der Gänsehaltung. In diesen Tagen herrscht auf den Gänsefarmen Hochbetrieb, geht es doch rund um Martini und zu Weihnachten den meisten Tieren an den Kragen. Die Gans ist damit ein klassisches saisonales Geflügel. Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von 0,2 Kilogramm essen die Österreicher im Durchschnitt etwa einmal pro Jahr ein Gänsegericht.
Die Weideganshaltung ist für bäuerliche Betriebe eine gute Einkommensalternative. Frische Weidegänse kosten ab Hof im Durchschnitt 11 bis 12 Euro pro Kilo, Bio-Ware 13 bis 15 Euro. Der gesamte Inlandsverbrauch an Gänsefleisch liegt bei ungefähr 600.000 Gänsen beziehungsweise 2.000 Tonnen. Die Selbstversorgung durch Inlandsproduzenten lag im Vorjahr bei 24,7 Prozent, im Jahr 1995 waren es nur sieben Prozent.
Neben Fleisch liefert die Weidegans auch Daunen, aus denen Füllungen für Decken, Polster und Outdoor-Bekleidung angefertigt werden. Die heimische Daune erfreut sich als reines Naturprodukt in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Auch die Japaner fliegen auf Spitzendaunen aus Oberösterreich. Hohe Daunenqualität zählt in Japan zu den Luxusgütern.