11. Dezember 2018

AKTUELLES

Weil Steyrer 30.000 Euro spendet:

1.000 Menschen sehen wieder!

Blind oder sehend? Diese Frage hängt in den ärmsten Regionen der Welt für Millionen Menschen an läppischen 30 Euro. So viel kostet in der Dritten Welt eine Operation am Grauen Star, die das Augenlicht rettet. 88.000 hilfsbereite Oberösterreicher haben in 30 Jahren dafür fast 25 Millionen Euro gespendet.


Sogar die Verpackung für seine Marmeladen und Fruchtsäfteproduziert der 69-jährige Pensionist selbst. Wer seine Produkte auf Kommission verkaufen möchte, kann sich unter 0676/4329966 melden. Mehr Informationen unter www.leibis-marmeladen.com.

Antonio ist 40 Jahre alt, Vater von vier Kindern und lebt im ostafrikanischen Mosambik. Durch beidseitigen Grauen Star erblindet, konnte er seine Familie nicht mehr ernähren. In Mosambik gibt es 25 Augenärzte für 27 Millionen Menschen – und ein Hilfsnetzwerk von „Licht für die Welt“ (LFW), das von Antonios Schicksal erfuhr. Der Mann wurde 2017 operiert, erhielt sein Augenlicht zurück und sah zum ersten Mal seinen drei Monate alten Sohn.
„Das sind Szenen, die schon sehr zu Herzen gehen,“ erzählt Marion Draxler. Die 31-jährige Linzerin engagiert sich seit sechs Jahren für LFW und fungiert seit zwei Jahren als Kommunikationsleiterin der Hilfsorganisation, die heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feiert. In drei Jahrzehnten hat LFW fast 800.000 Operationen am Grauen Star ermöglicht, 13 Millionen Menschen mit Behinderungen geholfen und für mehr als eine halbe Million behinderte Kinder Rehabilitationsmöglichkeiten geschaffen.
Die Oberösterreicher haben dazu viel beigetragen. 88.000 Landsleute haben insgesamt fast 25 Millionen Euro für LFW gespendet. „Die Oberösterreicher gehören zu unseren besten Spendern. Sie sind einfach toll,“ streut Draxler Rosen.
Ein außergewöhnlicher LFW-Förderer ist Rudolf Leibetseder aus Steyr. Seit vier Jahren verarbeitet er frische Früchte, die ihm zwei Supermärkte schenken, zu 15 Sorten Marmeladen. Seine Spezialität ist eine Holler-Apfel- Zwetschken-Mischung. Das 230-g-Glas kostet drei Euro. Der gesamte Gewinn geht an LFW. Bisher sind das 23.000 Euro, das Ziel sind 30.000 Euro, durch die 1.000 Menschen nach einer 15-minütigen Operation wieder sehen können.
„Heuer kommen sicher noch bis zu 2.000 Euro dazu,“ ist Leibetseder optimistisch. Die Nachfrage nach seinen Produkten – neuerdings gehören dazu auch drei Sorten selbstgemachter Fruchtsäfte –ist groß. Für die Herstellung seiner Spezialitäten hat Leibetseder in den vergangenen sieben Monaten täglich 10 bis 14 Arbeitsstunden aufgewendet.

Hier ist „Licht für die Welt“ aktiv


Die Linzer „Licht für die Welt“-Mitarbeiterin Marion Draxler mit Schüler­innen in Äthiopien. Unterstützer der Hilfsorganisation sind auch die Linzer Augenärzte Dr. Ulrich Schönherr und Dr. Walter Steinmair.

In diesen Ländern ist „Licht für die Welt“ aktiv: Äthiopien, Bangladesch, Bolivien, Bosnien-Herzegowina, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Kambodscha, Mosambik, Nordost-Indien, Pakistan, Papua-Neuguinea, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda.
Das Spendenkonto für „Licht für die Welt“ lautet: IBAN: AT92 2011 1000 0256 6001, BIC: GIBAATWWXXX