18. April 2019

AKTUELLES

B 309 zwischen Steyr und Enns:

„Rennstrecke“ trotz einer Radarkette

Jahrzehntelang hat man auf den Bau der neuen B 309 gewartet,  ehe die 13,7 km lange Verkehrsader im Oktober 2010 endlich eröffnet wurde. Sie bildet für die Wirtschaft und für Pendler aus dem Steyrer Raum eine wichtige Anbindung an die Westautobahn.
Von Anfang an wurde die kreuzungsfreie Straße von vielen Verkehrsteilnehmern als „Rennstrecke“ angesehen. Das hat sich auch nicht geändert, nachdem 2014 für 350.000 Euro eine Radarkette mit acht Messstationen, die in beide Fahrtrichtungen blitzen, installiert worden ist.
Die drohenden Strafen verfehlten ihre Wirkung. Es wurde weiter gerast. Die Bußgelder sprudeln. Und es kracht immer wieder. Alleine von 2013 bis 2017 ereigneten sich auf der B 309 nicht weniger als 50 Unfälle mit 85 Verletzten und zwei Todesopfern. Im Vorjahr gab es wieder zwei tödliche Unfälle.
Für den vorerst letzten großen Crash sorgte kürzlich ein 23-jähriger Russe, der bei Enns mit seinem PKW trotz doppelter Sperrlinie mit überhöhtem Tempo überholte, auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geriet und gegen eine Radarkabine prallte. Der Kasten wurde aus der Verankerung gerissen und 20 m weit weggeschleudert. Verletzt wurde niemand.
Jetzt wird ein zusätzliches Laser-Radargerät aufgestellt.