13. November 2019

AKTUELLES

Deponie-Pläne in Naturparadies

St. Florian ist mit 44,1 km2 flächenmäßig die größte Gemeinde im Bezirk Linz-Land. In ihrem westlichsten Zipfel, an der Grenze zu St. Marien und Ansfelden, sollte aus einem Naturparadies eine Deponie für Erdaushub werden. Diese Pläne liegen aber vorerst auf Eis.


Die Anrainer befürchten Lärm- und Staubbelästigung sowie Gefahr durch Hangabwässer. Das Bild zeigt nämlich eine Straße in Richtung der geplanten Deponie, die in den vergangenen Jahren bei Starkregen schon mehrmals zum Bach wurde.

Im Florianer Ortsteil Oberfraunleiten leben knapp 40 Einwohner, umgeben von Natur pur. Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. In dieses Idyll ist heuer Unruhe gekommen. Die Anrainer hatten davon Wind bekommen, dass eine riesige Hangmulde in eine Deponie für Aushubmaterial verwandelt werden soll. Die betroffene Grünfläche ist deutlich größer als ein Fußballfeld.
Das war der Plan für die „Geländekorrektur“: Eine Landwirtin aus Niederneukirchen und ein Bauer aus Ansfelden stellen ihre großen, aneinandergrenzenden Felder der Baufirma Hasenöhrl aus St. Pantaleon für Deponiezwecke zur Verfügung. Die Humusschicht sollte abgetragen und die Mulde mit Aushub der niedrigsten Kontaminierungsklasse aufgeschüttet werden.
„Hallo“-Recherchen ergaben, dass weder bei der BH Linz-Land noch bei der Abteilung Anlagen-, Umwelt- und Wasserrecht ein derartiges Projekt eingereicht wurde. St. Florians Bürgermeister Robert Zeitlinger: „Wir haben uns zwar das Gebiet einmal angeschaut, aber es liegt uns kein konkretes Projekt vor.“ Die involvierte Bäuerin aus Niederneukirchen sagt: „Das sind ungelegte Eier. Die Gerüchteküche kocht über und macht aus einer Mücke einen Elefanten.“
„Die Pläne liegen auf Eis, weil eine deutsche Familie als Anrainer strikt dagegen ist, obwohl wir sogar ein Retentionsbecken gebaut hätten,“ so ein Sprecher der Firma Hasenöhrl.