13. November 2019

SPORT

Phillip Steinmayr (26) wurde zum 4. Mal in Serie Vize-Staatsmeister

Hase zwang Motorrad-As aus Wolfern zu Boden


Phillip Steinmayr aus Wolfern fuhr mit seiner 200-PS-Yamaha (großes Bild) den vierten Ö-Vizemeistertitel in Serie ein. In der Langstrecken-WM gab es für den 26-Jährigen einen Rückschlag, weil sein polnisches Team künftig nur noch mit polnischen Rennfahrern an den Start gehen will. Ob Steinmayr im Mai 2020 noch einen Anlauf auf die Staatsmeisterkrone nimmt, hat er noch nicht entschieden.

Ewiger Zweiter!? Phillip Steinmayr wurde 2016 und 2017 Österreichischer Vizemeister in der Superstock 600-Rennserie, 2018 und heuer fuhr er mit seiner 200 PS starken Yamaha R1 zum Vizemeistertitel in der Superbike-Klasse. Auf den steirischen Sieger Nico Thöni fehlten dem schnellen Phillip in der Endabrechnung nur sechs Punkte.
Diese Zähler ließ der Wolferner Pilot im letzten Saisonrennen in Most (Tschechien) im wahrsten Sinne des Wortes liegen, weil er wegen eines defekten Reifenwärmers gleich wenige Kurven nach dem Start mit einem riesigen Highsider auf den Asphalt krachte. Ein Rennabbruch spielte vorerst Steinmayr in die Karten. Beim Neustart - wieder mit kalten Reifen - war aber nur Platz 4 drinnen und der Meistertitel weg.
Das Pech fuhr in dieser Saison mehrmals mit Phillip Steinmayr mit. Gleich zu Saisonbeginn brach er sich bei einem Sturz in Le Mans drei Rippen, später kam ihm beim 8-Stunden-Rennen in Oschersleben (D) der Hase in die Quere. Es gab aber auch schöne Erfolge: Superbike-Sieg am Pannoniaring, Platz 2 in Assen, dazu zwei 3. und zwei 4. Plätze.  In der Langstrecken-WM waren in einem polnischen Rennteam der 2. Platz in Oschersleben und ein 4. Rang beim 24-h-Klassiker in Le Castellet die Höhepunkte.
Und wie geht es 2020 weiter? Phillip Steinmayr: „Noch ist alles offen, vom Kampf um den Meistertitel bis zum Karriereende.“