24. Oktober 2020

AKTUELLES

Das „Beten mit den Füßen“ erlebt eine Renaissance

OÖ bietet 21 Pilgerwege und 121 Wallfahrtsorte

Obwohl die Kirchenaustritte mehr und die Messbesucher weniger werden, erlebt das Pilgern eine Renaissance. Oberösterreich profitiert von diesem Urlaubstrend. Mit 21 Pilgerwegen und 121 Wallfahrtsorten bietet unser Bundesland das größte Angebot zum „Beten mit den Füßen“.


Eröffnung des Sebaldusweges im Ennstal (v. l.): der Schiedlberger Bürgermeister NAbg. Johann Singer, Bischofsvikar Wilhelm Viehböck, Tourismuslandesrat Markus Achleitner und der Gaflenzer Bgm. Günther Kellnreitner.

Immer weniger Menschen finden den Weg in die Kirche, doch Pilgerwege üben eine zunehmende Anziehungskraft aus. Zur Freude des heimischen Tourismus. Oberösterreich ist ja nicht nur Industrie- und Exportbundesland Nr. 1, sondern mit 21 Pilgerwegen auch das führende Pilgerland. Kärnten bringt es auf Platz 2 nur auf zehn Pilgerwege.
„Pilgern entwickelt sich in Oberösterreich zu einem Tourismus­‐Magnet. Die Menschen haben gerade jetzt ein starkes Bedürfnis nach Bewegung in der Natur. Pilgern ermöglicht ein solches Naturerlebnis, verbunden mit Entschleunigung und innerer Einkehr,“ sagt Tourismuslandesrat Markus Achleitner.
Kürzlich wurde Oberösterreichs 21. Pilgerroute eröffnet: der Sebaldusweg im Ennstal. In vier Tagesetappen erhält man einen beeindruckenden Einblick in und Ausblick auf den Nationalpark Kalkalpen. Der Sebaldusweg ist ein 85 km langer Rundweg mit 3.000 Höhenmetern, der durch die sechs  Nationalparkgemeinden Großraming, Losenstein, Laussa, Maria Neustift, Gaflenz und Weyer führt. Benannt wurde der Weg nach dem Heiligen Sebaldus von Nürnberg, dem vor mehr als 600 Jahren die Kapelle am Heiligenstein in Gaflenz geweiht worden ist.
Potentielle Pilger finden in der Broschüre „Pilgern in Oberösterreich“ einen idealen Wegbegleiter, der 20 Routen beschreibt. Kostenlos bestellen unter www.oberoesterreich.at/ ooe-wandern-pilgern.