24. November 2020

AKTUELLES

Jugendbuch widmet sich Nazi-Widerstand


Mit ihrem ersten Roman ist der Mühlviertler Autorin und Grafik-Künstlerin Leonora Leitl ein außergewöhnliches Jugendbuch gelungen. Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte widmet sich die 46-jährige aus Gramastetten  in „Held Hermann. Als ich Hitler im Garten vergrub“ (Tyrolia-Verlag, 256 Seiten, 19,95.- Euro) dem letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges in Freistadt. Sie setzt darin der wenig bekannten Widerstandsgruppe Neues freies Österreich ein Denkmal.
In aufgeweckter Sprache wird der 12-jährige Hermann begleitet, für den Krieg alltäglich ist, der auch mal kindliche Flausen im Kopf hat und sich auf der Suche nach der eigenen Männlichkeit einen Weg durch die verschiedenen Heldenbilder schlägt. Bereichert wird das Buch durch Illustrationen der Künstlerin.
„Ausgangspunkt waren die Streiche und Abenteuer, die mein Großvater als Kind erlebte,“ sagt Leonora Leitl, „und ich habe sehr viel mit meiner Oma und meiner Großtante über diese Zeit geredet.“ Und was macht für sie einen Helden oder eine Heldin aus? „Heldentum muss nicht immer groß, laut und bombastisch sein. Für mich ist es zum Beispiel heldenhaft, eine eigene politische Meinung zu haben und zu dieser zu stehen, Zivilcourage zu zeigen, sich für Schwächere einzusetzen oder andere vor Mobbing zu beschützen,“ so Leitl. Ihr Buch, das auch als E-Book erhältlich ist, spricht Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an.