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Bei monatlicher Abbuchung werden insgesamt 524,40 Euro fällig. Der VOR erhöht ab 1. Jänner 2027 auch Preise für Einzel-, Tages- und Mobilpass-Tickets.
Die Tarife der Wiener Linien steigen mit 1. Jänner 2027. Die reguläre Jahreskarte kostet dann bei Einmalzahlung 483,10 Euro, bei monatlicher Abbuchung insgesamt 524,40 Euro. Die vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) bestätigte Anpassung betrifft neben Jahreskarten auch Einzel-, 24-Stunden- und Mobilpass-Tickets. Relevant ist sie damit sowohl für regelmäßige Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer als auch für Fahrgäste, die öffentliche Verkehrsmittel in Wien nur gelegentlich verwenden.
Im Jahr 2026 kostet die reguläre Jahreskarte bei Einmalzahlung 467 Euro. Der Preis steigt somit um 16,10 Euro beziehungsweise gerundet 3,45 Prozent. Die Erhöhung erfolgt im Rahmen der 2025 angekündigten jährlichen Valorisierung der Tarife im VOR.
Monatliche Abbuchung kostet 41,30 Euro mehr
Wer die reguläre Jahreskarte auf einmal bezahlt, kommt 2027 auf 483,10 Euro. Das entspricht rechnerisch rund 40,26 Euro pro Monat. Bei monatlicher Abbuchung werden zwölf Teilbeträge zu je 43,70 Euro fällig. Insgesamt kostet diese Zahlungsform daher 524,40 Euro und damit um 41,30 Euro mehr als die Einmalzahlung.
Der bisherige Preisunterschied zwischen der digitalen und der physischen Jahreskarte entfällt. Beide Varianten kosten ab 2027 gleich viel. Bestehende Jahreskarten behalten ihren vereinbarten Preis bis zum nächsten Weiterbezug. Für Kundinnen und Kunden wird der neue Tarif somit relevant, wenn sie nach Inkrafttreten der Anpassung eine Jahreskarte neu abschließen oder weiterbeziehen.
Ermäßigte Jahreskarten steigen auf 310,40 Euro
Auch die Jahreskarten der Tarifkategorien Jugend, Senior und Spezial werden angepasst. Bei Einmalzahlung kosten diese Varianten ab 1. Jänner 2027 jeweils 310,40 Euro. Bei monatlicher Abbuchung beträgt der Gesamtpreis 326,40 Euro.
Damit bleibt die Einmalzahlung auch bei diesen Jahreskarten günstiger. Der Unterschied zwischen den beiden Zahlungsformen liegt bei 16 Euro pro Jahr. Die in der regulären Jahreskarte vorgesehenen 483,10 Euro sind daher nicht der niedrigste Preis für jede Form der Wiener Jahreskarte, sondern gelten ausdrücklich für den regulären Tarif bei Einmalzahlung.
Einzel- und 24-Stunden-Tickets werden teurer
Bei Einzelfahrten bleibt der Preisunterschied zwischen digitalen und gedruckten Fahrscheinen bestehen. Ein digital gekauftes Ticket kostet ab 1. Jänner 2027 3,10 Euro. Für die gedruckte Ausführung werden 3,30 Euro verlangt.
Das digitale 24-Stunden-Ticket steigt auf 10,10 Euro, die gedruckte Variante auf 10,60 Euro. Während bei der Jahreskarte digitale und physische Ausführungen künftig gleich viel kosten, bleiben digitale Kurzzeittickets damit günstiger als gedruckte Fahrscheine.
Neue Preise für Mobilpass-Tickets
Von der Anpassung sind auch Menschen mit Mobilpass betroffen. Das digitale 31-Tage-Mobilpass-Ticket kostet künftig 25,80 Euro, die gedruckte Ausführung 27,20 Euro. Der Mobilpass der Stadt Wien richtet sich unter bestimmten Voraussetzungen an Menschen mit geringem Einkommen und ermöglicht den Bezug vergünstigter Leistungen.
Auch das erhöhte Beförderungsentgelt für Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein wird angepasst. Ab 2027 beträgt es 140 Euro. Erfolgt die Bezahlung erst nach einer Zahlungserinnerung, werden 191 Euro fällig.
VOR valorisiert Tarife im Durchschnitt um 3,4 Prozent
Nach Angaben des Verkehrsverbunds Ost-Region basiert die Anpassung auf der angekündigten jährlichen Valorisierung. Für die Berechnung der Wiener Tarife wurden die Verbraucherpreisindizes von Juli 2025 bis Juni 2026 herangezogen. Bei der regulären Jahreskarte ergibt sich daraus eine Erhöhung um rund 3,45 Prozent.
Im gesamten VOR, der Wien, Niederösterreich und das Burgenland umfasst, werden die Ticketpreise zum 1. Jänner 2027 im Durchschnitt um rund 3,4 Prozent valorisiert. Dieser Durchschnittswert bedeutet nicht, dass jedes Produkt exakt im selben Ausmaß teurer wird. Je nach Ticketart, Vertriebsform und Rundung können die Veränderungen unterschiedlich ausfallen.
Wann sich die Jahreskarte rechnerisch auszahlt
Ein pauschaler Vergleich zwischen Jahreskarte und Einzelfahrscheinen hängt von der tatsächlichen Nutzung ab. Gemessen am digitalen Einzelfahrschein um 3,10 Euro entspricht der Einmalpreis der regulären Jahreskarte rechnerisch rund 156 Einzeltickets. Wer im Laufe eines Jahres zumindest diese Anzahl an digitalen Einzelfahrscheinen benötigen würde, bezahlt mit der Jahreskarte bei Einmalzahlung weniger. Andere Ticketarten und Nutzungsmuster können zu einem abweichenden Ergebnis führen.
Für Jahreskartenkundinnen und -kunden ist ab 2027 vor allem die Zahlungsform finanziell relevant: Wer den gesamten Betrag auf einmal entrichten kann, bezahlt für die reguläre Jahreskarte 41,30 Euro weniger als bei monatlicher Abbuchung.
