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Wirtschaft

Inflation in Österreich steigt im September auf 3,6 Prozent

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 8. November 2026 16:35
Inflation in Österreich steigt im September auf 3,6 Prozent

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Höhere Treibstoff- und Heizölpreise beschleunigen die Teuerung. Dienstleistungen bleiben laut Schnellschätzung der größte Preistreiber.

Die Inflation in Österreich ist im September 2026 wieder gestiegen. Nach einer Schnellschätzung von Statistik Austria lag die Teuerungsrate bei 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August. Für die Beschleunigung um 0,4 Prozentpunkte waren höhere Treibstoff- und Heizölpreise ausschlaggebend. Die Entwicklung betrifft Haushalte über Mobilitäts- und Heizkosten, aber auch Unternehmen und öffentliche Budgets.

Energie verteuerte sich um 14,5 Prozent

Die Preise für Energie lagen im September laut vorläufiger Berechnung um 14,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dieser Bereich trug 1,207 Prozentpunkte zur gesamten Inflationsrate bei. Im August hatte die jährliche Energie-Teuerung noch 9,9 Prozent betragen.

Statistik Austria führt den gesamten Anstieg der Jahresinflation von August auf September auf die Entwicklung bei Treibstoffen und Heizöl zurück. Das bedeutet nicht, dass ausschließlich Energie zur gesamten Inflation beitrug. Andere Produktgruppen waren ebenfalls teurer als vor einem Jahr, beschleunigten den Preisauftrieb im Monatsvergleich aber nicht im selben Ausmaß.

Gegenüber August 2026 erhöhte sich das durchschnittliche Preisniveau voraussichtlich um 0,2 Prozent. Dieser Monatsvergleich ist vom Jahresvergleich zu unterscheiden: Die Inflationsrate von 3,6 Prozent misst die Veränderung gegenüber September 2025.

Dienstleistungen leisten weiterhin größten Beitrag

Den größten absoluten Beitrag zur Inflation lieferten weiterhin die Dienstleistungen. Sie verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 4,2 Prozent und steuerten 2,031 Prozentpunkte zur Gesamtinflation bei. Damit wirkten Dienstleistungen trotz der starken Beschleunigung bei Energie stärker auf das gesamte Preisniveau als jede andere Hauptgruppe.

Industriegüter waren um 0,7 Prozent teurer als im September 2025. Für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak zusammen ergab die Schnellschätzung einen Anstieg um 1,0 Prozent. Die Kerninflation aus Industriegütern und Dienstleistungen lag bei 3,0 Prozent.

Die Beiträge der einzelnen Bereiche hängen nicht nur von ihrer jeweiligen Preissteigerung ab, sondern auch von ihrem Gewicht im Warenkorb. Ausgabenbereiche, für die Haushalte im Durchschnitt einen größeren Anteil ihres Budgets verwenden, beeinflussen den Verbraucherpreisindex entsprechend stärker.

Was die Rate für Haushalte bedeutet

Eine Inflationsrate von 3,6 Prozent besagt, dass der durchschnittliche Warenkorb des Verbraucherpreisindex im September um diesen Wert teurer war als ein Jahr zuvor. Die tatsächliche Belastung einzelner Haushalte kann davon abweichen. Wer etwa viel mit dem Auto fährt oder mit Heizöl heizt, ist von den aktuellen Energiepreisen anders betroffen als Haushalte mit einem anderen Mobilitäts- und Heizprofil.

Auch sinkende oder nur gering steigende Preise einzelner Güter schließen eine positive Gesamtinflation nicht aus. Der Index bündelt zahlreiche Waren und Dienstleistungen zu einem Durchschnittswert. Er zeigt daher die allgemeine Preisentwicklung, nicht die individuelle Veränderung sämtlicher Lebenshaltungskosten.

Die Daten sind zudem für Lohnverhandlungen, Verträge mit Wertanpassung sowie die Planung von Unternehmen und öffentlichen Haushalten relevant. Welche konkrete Wirkung die September-Rate dabei entfaltet, hängt von den jeweils verwendeten Indizes, Bezugszeiträumen und gesetzlichen oder vertraglichen Regeln ab.

Österreich im Vergleich zum Euroraum

Für internationale Vergleiche wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex verwendet. Dieser lag für Österreich im September nach vorläufigen Angaben bei 3,5 Prozent. Eurostat schätzte die Inflation im gesamten Euroraum auf 3,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im August.

Auch im Euroraum war Energie die Hauptkomponente mit der stärksten jährlichen Preissteigerung. Sie verteuerte sich dort voraussichtlich um 18,8 Prozent. Dienstleistungen lagen um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak um 1,4 Prozent sowie Industriegüter ohne Energie um 1,1 Prozent.

Der österreichische Verbraucherpreisindex und der harmonisierte Index verfolgen unterschiedliche Zwecke und sind methodisch nicht vollständig identisch. Für den Vergleich mit dem Euroraum ist daher die harmonisierte Rate von 3,5 Prozent maßgeblich, nicht die nationale VPI-Rate von 3,6 Prozent.

September-Werte sind noch vorläufig

Bei sämtlichen Angaben für September handelt es sich um eine Schnellschätzung. Die endgültigen Monatsdaten können noch präzisiert werden. Die vorläufigen Werte zeigen dennoch klar, dass Energie den Preisauftrieb wieder verstärkt hat, während der Dienstleistungssektor den größten laufenden Beitrag zur Inflation leistet.

Damit bleibt die Teuerung breit genug, um nicht allein auf einen einzelnen Ausgabenbereich reduziert werden zu können. Für die weitere Einordnung sind insbesondere die endgültige Detailgliederung und die Entwicklung der Energiepreise in den kommenden Monaten entscheidend.

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