Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.
Außenhandel, Investitionen und mehrere Dienstleistungsbereiche stützen die Konjunktur. Industrie, Bau und privater Konsum bleiben jedoch schwach.
Österreichs Wirtschaft ist im dritten Quartal 2026 leicht gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich laut Schnellschätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 betrug das Plus 0,6 Prozent. Die am 30. Oktober veröffentlichten Daten deuten auf eine Stabilisierung nach dem Rückgang im zweiten Quartal hin, aber noch nicht auf einen kräftigen Aufschwung. Die Entwicklung ist für Unternehmen und Beschäftigte relevant, weil sie einen zentralen Anhaltspunkt für die Konjunkturlage in Österreich liefert.
Leichte Erholung nach Rückgang im zweiten Quartal
Zu Jahresbeginn hatte die österreichische Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugenommen. Im zweiten Quartal ging das reale BIP anschließend um 0,1 Prozent zurück. Das Wachstum von 0,2 Prozent zwischen Juli und September war damit stärker als der unmittelbar davor verzeichnete Quartalsrückgang. Weil Quartalswerte verkettet berechnet werden, lassen sich die einzelnen Veränderungsraten allerdings nicht einfach addieren.
Bei den Angaben handelt es sich um saison- und kalenderbereinigte Werte. Damit werden regelmäßig wiederkehrende Schwankungen und Unterschiede bei der Zahl der Arbeitstage herausgerechnet. Das erleichtert den Vergleich unmittelbar aufeinanderfolgender Quartale. Reales BIP bedeutet, dass Preisveränderungen herausgerechnet werden, um die Veränderung der produzierten Wirtschaftsleistung abzubilden.
Im europäischen Vergleich entwickelte sich Österreich schwächer als der Durchschnitt. Eurostat schätzte das Wachstum im dritten Quartal für den Euroraum auf 0,4 Prozent und für die gesamte Europäische Union auf 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal legte die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,3 Prozent und in der EU um 1,5 Prozent zu. Österreich erreichte in diesem Vergleich 0,6 Prozent.
Exporte und Investitionen liefern positive Impulse
Auf der Nachfrageseite stützte vor allem der Außenhandel die Entwicklung. Die Exporte erhöhten sich gegenüber dem zweiten Quartal um 0,3 Prozent, während die Importe um 0,2 Prozent zurückgingen. Auch die Bruttoanlageinvestitionen nahmen um 0,2 Prozent zu. Dazu zählen unter anderem Investitionen in Maschinen, Anlagen und Bauten.
Vom Konsum kam hingegen kein deutlicher Wachstumsbeitrag. Der private Konsum stagnierte, der öffentliche Konsum sank um 0,2 Prozent. Die Erholung wurde somit noch nicht von sämtlichen Nachfragebereichen getragen. Insbesondere die ausbleibende Belebung des privaten Konsums begrenzt die Breite des Wachstums.
Dienstleistungen wachsen, Bauwirtschaft bleibt schwach
Zwischen den Wirtschaftsbereichen bestanden weiterhin deutliche Unterschiede. Die Wertschöpfung in Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. Die zusammengefassten Bereiche Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen verzeichneten ein Plus von 0,9 Prozent.
In der Industrie stagnierte die Wertschöpfung dagegen nahezu. In der Bauwirtschaft ging sie um 0,2 Prozent zurück. Damit blieben zwei für Investitionen, Zulieferbetriebe und Beschäftigung bedeutende Bereiche schwach. Aus dem gesamtwirtschaftlichen Plus von 0,2 Prozent lässt sich daher noch keine gleichmäßige Verbesserung in allen Branchen ableiten.
Prognosen erwarten eine schrittweise Belebung
Die Oesterreichische Nationalbank hatte im September für das dritte Quartal ein Wachstum von 0,1 Prozent prognostiziert. Die nun vorliegende WIFO-Schnellschätzung fällt geringfügig höher aus. Für das vierte Quartal erwartete die Nationalbank damals ein Plus von 0,3 Prozent und für das Gesamtjahr 2026 ein reales Wachstum von 0,5 Prozent. Als positive Signale nannte sie verbesserte Erwartungen in der Industrie und eine stärkere Dynamik der Güterexporte.
Das Institut für Höhere Studien rechnete Mitte Oktober für 2026 mit einem realen Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent und für 2027 mit 1,0 Prozent. Nach Einschätzung des Instituts bremsen unter anderem Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten und höhere Energiepreise die Erholung. Für 2026 prognostizierte das IHS eine Inflationsrate von 3,1 Prozent, eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent und ein Budgetdefizit von 3,9 Prozent des BIP.
Diese Werte sind Prognosen und keine bereits feststehenden Ergebnisse. Sie können sich durch neue Konjunktur-, Preis-, Arbeitsmarkt- und Budgetdaten verändern. Unterschiede zwischen den Erwartungen von OeNB und IHS ergeben sich zudem aus verschiedenen Berechnungszeitpunkten und Annahmen.
Schnellschätzung kann noch revidiert werden
Die BIP-Werte für das dritte Quartal beruhen auf einer Schnellschätzung und damit auf noch unvollständigen Daten. Eurostat plant eine weitere Schätzung am 13. November. Statistik Austria will die vollständige Quartalsrechnung für das dritte Quartal am 3. Dezember 2026 veröffentlichen. Dabei können die Wachstumsrate und einzelne Komponenten nach oben oder unten angepasst werden.
Die verfügbaren Daten zeigen damit eine vorsichtige Stabilisierung der österreichischen Konjunktur. Für eine breiter getragene Erholung müsste sich die Belebung über Dienstleistungen, Außenhandel und einzelne Investitionen hinaus auch in Industrie, Bau und privatem Konsum festigen. Bis zur vollständigen Quartalsrechnung bleibt zudem offen, ob die vorläufige Wachstumsrate von 0,2 Prozent bestätigt wird.
