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Wirtschaft

Österreichs Exporte in zentralen Lebensmittel-Warengruppen gehen zurück

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 28. Oktober 2026 12:10
Österreichs Exporte in zentralen Lebensmittel-Warengruppen gehen zurück
Österreichs Exporte in zentralen Lebensmittel-Warengruppen gehen zurück Symbolbild

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Im ersten Halbjahr 2026 sank die Ausfuhrmenge in den Zollkapiteln 16 bis 24 auf rund 2,9 Millionen Tonnen. Besonders ins Gewicht fallen die rückläufigen Ausfuhren nach Deutschland.

Österreich hat im ersten Halbjahr 2026 in den Zollkapiteln 16 bis 24 weniger Waren exportiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die ausgeführte Menge sank um 5,1 Prozent auf rund 2,9 Millionen Tonnen, der Exportwert ging um 0,8 Prozent auf etwa 5,3 Milliarden Euro zurück. Die Entwicklung betrifft einen wichtigen Teil der heimischen Lebensmittelindustrie und deren Zulieferbetriebe. Besonders relevant ist das Minus im mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt Deutschland.

Die vorläufigen Zahlen stammen aus einer Auswertung des Fachverbands der Lebensmittelindustrie. Der untersuchte Warenkreis umfasst vor allem verarbeitete Lebensmittel, Getränke und Futtermittel. Da das einbezogene Zollkapitel 24 auch Tabak und Tabakwaren enthält, sind die Daten nicht vollständig mit einer Statistik ausschließlich über Lebensmittel gleichzusetzen. Der Fachverband bezeichnet den gleichzeitigen Rückgang von Menge und Wert als erstmals in seiner Auswertung verzeichnete Entwicklung.

Deutschland bleibt wichtigster Absatzmarkt

Rund 38 Prozent des Exportwerts in den untersuchten Warengruppen entfielen auf Deutschland. Österreichische Unternehmen lieferten dorthin Waren im Wert von etwa zwei Milliarden Euro. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ging die Menge um 5,4 Prozent zurück, der Wert sank um 1,2 Prozent.

Wegen des hohen Anteils Deutschlands wirkt sich diese Entwicklung deutlich auf das Gesamtergebnis aus. Aus den Exportzahlen allein lässt sich allerdings nicht ableiten, ob der Rückgang ausschließlich auf eine schwächere Nachfrage, auf Preisentwicklungen, einen veränderten Produktmix oder andere Faktoren zurückzuführen ist.

In einigen anderen Märkten stieg der Exportwert. Die Ausfuhren nach Italien legten um 3,3 Prozent auf 394 Millionen Euro zu. Für Polen wurde ein Plus von 1,5 Prozent auf 160 Millionen Euro ausgewiesen, für Tschechien ein Anstieg um 9,4 Prozent auf 172 Millionen Euro. Diese Zuwächse reichten nicht aus, um das gesamte Minus im untersuchten Warenkreis auszugleichen.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union blieben die zentralen Abnehmer. Auf die EU entfielen 76,7 Prozent des Exportwerts beziehungsweise rund 4,1 Milliarden Euro. Damit hängt die Entwicklung der österreichischen Ausfuhren in diesen Produktgruppen wesentlich von den europäischen Märkten ab.

Exportwert sinkt weniger stark als die Menge

Der Mengenrückgang von 5,1 Prozent fiel deutlich stärker aus als das wertmäßige Minus von 0,8 Prozent. Daraus lässt sich jedoch keine eindeutige Preisentwicklung ableiten. Der Exportwert wird neben den Preisen auch durch Veränderungen im Produktmix, Verschiebungen zwischen Zielmärkten sowie unterschiedliche Anteile höher- und niedrigerwertiger Waren beeinflusst.

Trotz des Rückgangs blieb die Außenhandelsbilanz der Zollkapitel 16 bis 24 positiv. Die Ausfuhren übertrafen die Einfuhren im ersten Halbjahr 2026 um 587 Millionen Euro. Dieser Überschuss betrifft ausschließlich den abgegrenzten Warenkreis und ist daher weder mit dem gesamten österreichischen Agrarhandel noch mit der gesamten Warenhandelsbilanz vergleichbar.

Breiter gefasste Agrarexporte entwickelten sich robuster

Je nach statistischer Abgrenzung ergibt sich für den Agrar- und Lebensmittelhandel ein anderes Bild. Eine Auswertung von AMA-Marketing über die weiter gefassten Zollkapitel 1 bis 24 umfasst neben verarbeiteten Produkten auch landwirtschaftliche Erzeugnisse und zusätzliche Lebensmittelgruppen. In diesem größeren Warenkreis stieg der Exportwert im ersten Halbjahr 2026 um ein Prozent auf 8,73 Milliarden Euro. Die ausgeführte Menge blieb mit rund 5,17 Millionen Tonnen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.

Zu den Produktgruppen mit wertmäßigen Zuwächsen zählten in dieser breiteren Betrachtung unter anderem Rindfleisch, Geflügel, fermentierte Milch, Käse, Gemüse, Obst und Äpfel. Die voneinander abweichenden Ergebnisse sind daher kein statistischer Widerspruch, sondern eine Folge des jeweils erfassten Warenspektrums.

Gesamte Warenexporte Österreichs legten zu

Auch der gesamte österreichische Warenhandel entwickelte sich anders als die Zollkapitel 16 bis 24. Nach vorläufigen Angaben von Statistik Austria stiegen die Warenexporte im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 100,06 Milliarden Euro. Die Importe erhöhten sich um 5,9 Prozent auf 103,78 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Handelsbilanzdefizit von 3,72 Milliarden Euro.

Der Rückgang in den vom Fachverband untersuchten Warengruppen ist somit eine branchenspezifische Entwicklung und kein allgemeiner Einbruch der österreichischen Exporte. Zugleich zeigen die Zahlen, wie stark das Ergebnis dieses Warenkreises vom Geschäft mit Deutschland beeinflusst wird.

Fachverband verweist auf Standortkosten

Der Fachverband der Lebensmittelindustrie führt die Entwicklung unter anderem auf hohe Energie-, Personal-, Rohstoff-, Verpackungs- und Bürokratiekosten zurück. Diese Erklärung ist als Position der Branchenvertretung einzuordnen. Aus den Außenhandelszahlen allein lässt sich nicht bestimmen, welchen Anteil einzelne Kostenfaktoren, Entwicklungen in den Zielländern oder Veränderungen im Sortiment am Rückgang hatten.

Für den weiteren Jahresverlauf wird wesentlich sein, wie sich die Ausfuhren nach Deutschland und in die übrigen wichtigen EU-Märkte entwickeln. Die Halbjahreswerte sind vorläufig. Klar erkennbar ist bislang, dass Österreich im ersten Halbjahr 2026 in den Zollkapiteln 16 bis 24 weniger Ware exportierte, während sich die breiter abgegrenzten Agrarausfuhren und die gesamten Warenexporte robuster entwickelten.

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