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Wien

Wien erweitert Winternothilfe um 70 Plätze

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 27. Oktober 2026 10:24
Wien erweitert Winternothilfe um 70 Plätze
Wien erweitert Winternothilfe um 70 Plätze Symbolbild

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Das Caritas-Kältetelefon ist ab 28. Oktober wieder rund um die Uhr erreichbar. Zusätzlich werden Streetwork und Unterbringungsmöglichkeiten für obdachlose Menschen ausgebaut.

Die Wiener Winternothilfe wird für die kalte Jahreszeit erweitert: Ab Mittwoch, 28. Oktober 2026, nimmt das Kältetelefon der Caritas wieder seinen Betrieb auf. Gleichzeitig stehen an zwei Caritas-Standorten insgesamt 70 zusätzliche Notquartierplätze zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an akut obdachlose Menschen sowie an Personen, die in Wien jemanden bemerken, der bei niedrigen Temperaturen im Freien übernachtet oder Unterstützung benötigt.

Das Kältetelefon ist unter 01/480 45 53 an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr erreichbar. Eingehenden Hinweisen gehen die Streetwork-Teams der Caritas nach eigenen Angaben möglichst zeitnah nach. Im Rahmen der Winternothilfe wird auch dieses mobile Angebot verstärkt.

Zusätzliche Plätze an zwei Standorten

Die 70 zusätzlichen Plätze wurden in Zusammenarbeit zwischen der Caritas der Erzdiözese Wien und dem Fonds Soziales Wien geschaffen. Sie verteilen sich auf zwei Standorte der Caritas. Damit wächst die Kapazität für Menschen, die während der kalten Monate kurzfristig einen geschützten Schlafplatz benötigen.

Die zusätzlichen Quartiere ergänzen die bestehenden Hilfsangebote. Nach Angaben der Caritas umfasst ihr ganzjähriges Angebot in Wien insgesamt 1.890 Beherbergungsplätze. Dazu zählen Plätze in Notschlafstellen und Wohnhäusern sowie mobil betreute Wohnungen. Die Zahl beschreibt unterschiedliche Formen der Unterbringung und darf daher nicht mit ausschließlich kurzfristig verfügbaren Notquartierplätzen gleichgesetzt werden.

Der Fonds Soziales Wien ist als Partner an der Erweiterung beteiligt. Die Caritas übernimmt neben Unterbringungsangeboten auch das Kältetelefon und mobile Einsätze. Damit verbindet die Winternothilfe eine telefonisch erreichbare Meldestelle mit Streetwork und der Vermittlung in Quartiere.

Mehr als 15.500 Anrufe im vergangenen Winter

Wie stark das Kältetelefon genutzt wird, zeigt die von der Caritas veröffentlichte Bilanz für den Winter 2025/2026. Demnach gingen in dieser Saison mehr als 15.500 Anrufe ein. In 490 Fällen wurden akut obdachlose Menschen in ein Notquartier vermittelt.

Die beiden Zahlen bilden unterschiedliche Vorgänge ab: Ein Anruf führt nicht automatisch zu einer Unterbringung. Meldungen können etwa wiederholt dieselbe Person betreffen, und nicht jede angetroffene Person nimmt ein Quartier in Anspruch. Die Zahl der Anrufe ist daher nicht mit der Zahl der unterstützten oder obdachlosen Menschen gleichzusetzen.

Die Bilanz macht dennoch deutlich, dass Hinweise aus der Bevölkerung ein wichtiger Teil des Systems sind. Streetwork-Teams können dadurch auf Menschen aufmerksam werden, die sich bei Kälte im öffentlichen Raum aufhalten. Ob und welche Unterstützung möglich ist, hängt von der konkreten Situation und den verfügbaren Angeboten ab.

So ist das Wiener Kältetelefon erreichbar

  • Start der Wintersaison: 28. Oktober 2026
  • Telefonnummer: 01/480 45 53
  • Erreichbarkeit: rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche
  • Zweck: Hinweise auf obdachlose Menschen im öffentlichen Raum, denen ein Streetwork-Team nachgehen kann

Das Kältetelefon ist damit eine niederschwellige Möglichkeit, eine Beobachtung weiterzugeben. Die operative Unterstützung erfolgt durch die zuständigen Teams; eine gemeldete Person wird nicht automatisch oder gegen ihren Willen in ein Quartier gebracht.

Winternothilfe ergänzt ganzjährige Angebote

Obdachlosigkeit besteht nicht nur während der Wintermonate. Niedrige Temperaturen erhöhen jedoch das gesundheitliche Risiko für Menschen, die im Freien schlafen. Saisonale Angebote wie das Kältetelefon und zusätzliche Notquartierplätze sollen deshalb die ganzjährige Wohnungslosenhilfe in einer besonders belastenden Zeit ergänzen.

Die Erweiterung um 70 Plätze schafft zusätzliche Kapazität, löst aber nicht die strukturellen Ursachen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Für die kommenden Monate ist entscheidend, ob Hinweise rasch bearbeitet werden können und ausreichend passende Unterbringungsmöglichkeiten verfügbar sind. Für Wienerinnen und Wiener gilt ab 28. Oktober jedenfalls wieder die konkrete Möglichkeit, Beobachtungen rund um die Uhr unter 01/480 45 53 zu melden.

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