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Klima

Oktober 2026 brachte österreichweit rund 40 Prozent zu wenig Niederschlag

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 3. November 2026 15:02
Oktober 2026 brachte österreichweit rund 40 Prozent zu wenig Niederschlag Symbolbild

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Von Jänner bis Oktober fehlte etwa ein Drittel der üblichen Niederschlagsmenge. Bei durchschnittlichem Regen und Schnee bis Jahresende könnte 2026 zu den drei trockensten Jahren der österreichischen Messgeschichte zählen.

Die Trockenheit in Österreich hat sich im Oktober 2026 fortgesetzt. Im bundesweiten Flächenmittel fiel laut GeoSphere Austria rund 40 Prozent weniger Niederschlag als im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit wächst der Rückstand des Gesamtjahres: Von Jänner bis Oktober fehlten österreichweit rund 320 Millimeter beziehungsweise Liter pro Quadratmeter. Das entspricht etwa einem Drittel der üblichen Menge. Betroffen sind unter anderem Grundwasser, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gewässer und Ökosysteme.

Besonders große Defizite im Osten und Süden

Regional war der Oktober sehr unterschiedlich trocken. In Unterkärnten, der südlichen Steiermark, im Burgenland, in Wien sowie in der Osthälfte Niederösterreichs lagen die Niederschlagsmengen laut GeoSphere Austria um 50 bis 70 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Eine getrennte Bilanz der Unwetterzentrale Österreich kommt bundesweit auf ein Defizit von rund 36 Prozent. Besonders wenig Regen fiel demnach vom Weinviertel über den Alpenostrand und das Grazer Becken bis in das Murtal. In diesen Gebieten wurden häufig 60 bis 80 Prozent weniger Niederschlag als üblich verzeichnet.

An den Messstationen Retz, Wien-Unterlaa und Wiener Neustadt wurden im gesamten Oktober jeweils nur neun Liter pro Quadratmeter registriert. An der Station Graz-Universität waren es 13 Liter pro Quadratmeter; der dortige Oktoberwert liegt im Klimamittel bei 63 Litern. Auch im Hochgebirge zeigte sich ein Rückstand: Am Sonnblick-Observatorium summierte sich der Neuschnee im Oktober auf 90 Zentimeter, üblich sind 154 Zentimeter.

Zu mild und sonniger als üblich

Neben dem Niederschlagsmangel war der Oktober überdurchschnittlich warm. GeoSphere Austria weist eine Abweichung von plus 1,0 Grad gegenüber dem Klimamittel 1991 bis 2020 aus. Damit war es der 27.-wärmste Oktober in der 260-jährigen Temperaturreihe.

Österreichweit gab es sieben Sommertage, an denen die Höchsttemperatur mindestens 25 Grad erreichte. Im langjährigen Mittel sind es im Oktober drei. Die Unwetterzentrale bezifferte die Temperaturabweichung in ihrer Bilanz auf plus 1,3 Grad und registrierte im österreichischen Flächenmittel gut 15 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich.

Überdurchschnittliche Temperaturen sind für die Wasserbilanz relevant, weil bei milder und sonniger Witterung mehr Wasser verdunsten kann. Wie stark sich dies regional auf Böden, Pflanzen und Gewässer auswirkt, hängt jedoch auch von lokalen Niederschlägen, Bodenarten, Vegetation und Wassernutzung ab.

Grundwasserstände waren schon im September niedrig

Der trockene Oktober folgte auf ein bereits deutlich niederschlagsarmes Jahr. Ende September wiesen nach Angaben des zuständigen Bundesministeriums knapp 90 Prozent der beobachteten Messstellen niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände auf.

Auch größere Seen zeigten auffällige Werte. Der mittlere Wasserstand des Neusiedler Sees lag Ende September nur vier Zentimeter über dem Stand des Rekordjahres 2022. Beim Bodensee wurde in Bregenz für diesen Zeitpunkt im Kalenderjahr ein Pegel unter dem bis dahin niedrigsten gemessenen Wert verzeichnet.

Niedrige Grundwasser- und Gewässerstände können unterschiedliche Bereiche betreffen. Dazu zählen die Wasserversorgung in lokal sensiblen Gebieten, die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen, die Forstwirtschaft, die Schifffahrt, industrielle Nutzungen und wasserabhängige Lebensräume. Aus der österreichweiten Bilanz lässt sich allerdings nicht automatisch eine konkrete Einschränkung für einzelne Gemeinden oder Betriebe ableiten.

Jahresbilanz hängt von November und Dezember ab

Die endgültige Einordnung von 2026 ist noch offen. Nach Einschätzung von GeoSphere Austria würde das Jahr bei einigermaßen durchschnittlichen Niederschlagsmengen im November und Dezember zu den drei trockensten Jahren der österreichischen Messgeschichte zählen. Sollte das derzeitige Defizit von ungefähr einem Drittel bis zum Jahresende bestehen bleiben, wäre 2026 demnach sogar das trockenste Jahr der Messreihe.

Dabei handelt es sich um eine bedingte Einordnung und nicht um eine abgeschlossene Jahresbilanz. Ergiebige Niederschläge im November und Dezember könnten den Rückstand verringern. Für eine nachhaltige Verbesserung reichen einzelne Regentage jedoch nicht zwingend aus. Das Bundesministerium hält dafür ergiebige und möglichst flächendeckende Niederschläge bei mäßigen Temperaturen für notwendig.

Winterhalbjahr ist für die Grundwasserneubildung entscheidend

Besondere Bedeutung haben die kommenden Monate für das Grundwasser. Die Phase von November bis zum Frühjahr ist für dessen Neubildung wichtig, weil bei niedrigeren Temperaturen gewöhnlich weniger Wasser verdunstet und die Vegetation weniger verbraucht. Regen und Schmelzwasser können dadurch eher in tiefere Bodenschichten gelangen.

Ob der Niederschlagsmangel des Jahres 2026 über den Winter deutlich abgebaut wird, hängt daher nicht allein von der Gesamtmenge ab. Entscheidend sind auch die räumliche Verteilung, die Dauer der Niederschläge, die Temperaturen und die Aufnahmefähigkeit der Böden. Die Werte im November und Dezember werden zunächst zeigen, ob sich die außergewöhnlich trockene Jahresbilanz noch abschwächt; für Grundwasser und Gewässer bleibt darüber hinaus die Entwicklung bis ins Frühjahr maßgeblich.

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