Zum Inhalt springen
Newsticker
Wissenschaft

GeoSphere-Chef Schaffhauser zum Präsidenten der WMO-Regionalvereinigung VI gewählt

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 8. November 2026 16:30
GeoSphere-Chef Schaffhauser zum Präsidenten der WMO-Regionalvereinigung VI gewählt

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Der wissenschaftliche Generaldirektor von GeoSphere Austria soll die 50 Mitgliedstaaten umfassende Regionalvereinigung vier Jahre lang führen. Mit der Funktion ist ein Sitz im WMO-Exekutivrat verbunden.

Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria, ist zum Präsidenten der Regionalvereinigung VI der Weltorganisation für Meteorologie gewählt worden. Das vierjährige Mandat betrifft die Zusammenarbeit von 50 Mitgliedstaaten bei Wetter, Klima, Hydrologie und Frühwarnsystemen. Für Österreich bedeutet die Wahl eine verstärkte institutionelle Präsenz innerhalb der WMO, da mit der Präsidentschaft auch eine Mitgliedschaft im Exekutivrat der Organisation verbunden ist.

GeoSphere Austria gab die Wahl am 19. Oktober 2026 bekannt. Sie erfolgte im Rahmen der 19. Sitzung der WMO Regional Association VI in Bukarest. Zum Vizepräsidenten wurde Irakli Megrelidze aus Georgien gewählt.

Vierjähriges Mandat zusätzlich zur GeoSphere-Leitung

Schaffhauser soll die Regionalvereinigung vier Jahre lang führen und die Funktion zusätzlich zu seinen Aufgaben bei GeoSphere Austria ausüben. Der Meteorologe ist seit 2023 wissenschaftlicher Generaldirektor der österreichischen Bundesanstalt und seit 2021 ständiger Vertreter Österreichs bei der WMO.

Mit der Präsidentschaft ist eine Mitgliedschaft im Exekutivrat der Weltorganisation für Meteorologie verbunden. Das Gremium befasst sich mit der Umsetzung der Beschlüsse und Programme der WMO. Schaffhauser ist damit während seines Mandats sowohl an der Spitze der Regionalvereinigung VI als auch im Exekutivrat vertreten.

Die Wahl macht ihn jedoch nicht zum Präsidenten der gesamten Weltorganisation für Meteorologie. Seine Funktion bezieht sich auf eine der Regionalvereinigungen der WMO. Die Region VI wird häufig als europäische Regionalvereinigung bezeichnet, reicht geografisch aber deutlich über Europa hinaus.

Region reicht vom Nordatlantik bis Zentralasien

Die Regional Association VI umfasst 50 Mitgliedstaaten. Ihr Gebiet erstreckt sich vom Nordatlantik über Europa und den Mittelmeerraum bis nach Zentralasien. Diese große geografische Spannweite prägt auch die Themen der Zusammenarbeit: Die beteiligten Staaten sind mit unterschiedlichen Wetter-, Klima- und Wassergefahren konfrontiert, benötigen für Beobachtung und Warnung aber vielfach grenzüberschreitende Daten.

Zu den Aufgaben der Regionalvereinigung zählen die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder, der Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie die Weiterentwicklung nationaler meteorologischer und hydrologischer Dienste. Dabei geht es nicht um die Übernahme nationaler Zuständigkeiten, sondern um fachliche Abstimmung und gemeinsame Standards innerhalb der WMO-Strukturen.

Datenaustausch und Frühwarnungen als Schwerpunkte

Bei der Sitzung in Bukarest standen insbesondere der Austausch von Beobachtungsdaten und die Zusammenarbeit bei Naturgefahren im Mittelpunkt. Genannt wurden Hochwasser, Dürren, Gewitter und Hitzewellen. Weitere Schwerpunkte waren hydrologische Beobachtungen, regionale Klimaangebote sowie Frühwarnungen vor Hochwasser und Trockenheit.

Die Mitgliedstaaten bekräftigten zudem ihre Unterstützung für die WMO-Initiative Early Warnings for All. Sie zielt darauf ab, den Zugang zu Frühwarnsystemen auszubauen. Welche konkreten Vorhaben innerhalb der Region VI während des vierjährigen Mandats umgesetzt oder erweitert werden, hängt von den weiteren Beschlüssen und der Zusammenarbeit der beteiligten Staaten und Dienste ab.

Grenzüberschreitender Datenaustausch ist für meteorologische und hydrologische Dienste besonders relevant, weil Wetterentwicklungen und Flusssysteme nicht an Staatsgrenzen enden. Beobachtungen aus mehreren Ländern können eine breitere Grundlage für Modelle, Prognosen und Warnketten schaffen. Die praktische Umsetzung setzt jedoch voraus, dass Daten verfügbar gemacht und technische Abläufe zwischen den zuständigen Einrichtungen abgestimmt werden.

Institutionelle Bedeutung für Österreich

GeoSphere Austria ist der österreichische Wetter-, Klima- und geophysikalische Dienst. Mit der Wahl ihres wissenschaftlichen Generaldirektors übernimmt ein österreichischer Vertreter den Vorsitz in einer WMO-Regionalvereinigung mit 50 Mitgliedstaaten. Zugleich gehört Schaffhauser aufgrund dieser Funktion dem Exekutivrat der Weltorganisation für Meteorologie an.

Die Wahl verändert nicht die Rolle der Regionalvereinigung: Sie dient der internationalen Abstimmung, dem Datenaustausch und der fachlichen Entwicklung meteorologischer und hydrologischer Dienste. Konkrete Fortschritte bei Beobachtungsdaten, Klimaangeboten und Frühwarnsystemen werden daher nicht allein von der Präsidentschaft abhängen, sondern von den gemeinsamen Entscheidungen und der Umsetzung durch die beteiligten Mitglieder.

Für Österreich liegt die unmittelbare Bedeutung vor allem in dieser institutionellen Vertretung. Ob daraus während des Mandats messbare Verbesserungen bei grenzüberschreitenden Daten und Warnsystemen entstehen, wird sich an den beschlossenen Programmen und ihrer praktischen Umsetzung zeigen.

Artikel teilen