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Gesundheit

Sozialversicherung wies für 2025 rund 4,4 Milliarden Euro für Prävention aus

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 27. Oktober 2026 10:58
Sozialversicherung wies für 2025 rund 4,4 Milliarden Euro für Prävention aus
Sozialversicherung wies für 2025 rund 4,4 Milliarden Euro für Prävention aus Symbolbild

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Die im Oktober 2026 veröffentlichte Bilanz umfasst auch Rehabilitation nach Erkrankungen. Die kostenlose Vorsorgeuntersuchung nutzte etwa ein Fünftel der anspruchsberechtigten Erwachsenen.

Die österreichische Sozialversicherung hat für das Jahr 2025 Präventionsausgaben von rund 4,41 Milliarden Euro ausgewiesen. Das waren um 20,5 Prozent mehr als die 3,66 Milliarden Euro im Jahr 2023. Die im Oktober 2026 erstmals gemeinsam für die fünf Sozialversicherungsträger veröffentlichte Bilanz umfasst Gesundheitsförderung, Früherkennung und Leistungen nach bereits eingetretenen Erkrankungen. Für Versicherte ist besonders relevant, dass die kostenlose Vorsorgeuntersuchung trotz steigender Teilnahme nur von rund 20 Prozent der Zielgruppe beziehungsweise der anspruchsberechtigten Bevölkerung ab 18 Jahren genutzt wurde.

Die wichtigsten Zahlen zur Präventionsbilanz

  • Berichtsjahr: 2025
  • Veröffentlichung: Oktober 2026
  • Gesamtausgaben: rund 4,41 Milliarden Euro
  • Veränderung gegenüber 2023: plus 20,5 Prozent
  • Vorsorgeuntersuchungen: knapp 1,5 Millionen Teilnehmende
  • Teilnahmequote: rund 20 Prozent der Zielgruppe

Prävention umfasst auch Rehabilitation

Der Gesamtbetrag von rund 4,4 Milliarden Euro darf nicht mit den Kosten der jährlichen Vorsorgeuntersuchung gleichgesetzt werden. Der Dachverband der Sozialversicherungsträger verwendet in seiner Bilanz einen breiten Präventionsbegriff und unterscheidet drei Stufen.

  • Primärprävention soll Krankheiten verhindern, bevor sie entstehen. Dazu zählen Gesundheitsförderung und Maßnahmen zur Verringerung gesundheitlicher Risiken.
  • Sekundärprävention dient dazu, Krankheiten möglichst früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Dazu gehören unter anderem Untersuchungsprogramme.
  • Tertiärprävention setzt nach dem Eintritt einer Erkrankung an. Sie soll Folgeschäden, Rückfälle oder Verschlechterungen verhindern und umfasst etwa Physiotherapien, Kuren sowie medizinische und soziale Rehabilitation.

Mit rund 3,27 Milliarden Euro entfiel der größte Anteil 2025 auf die Tertiärprävention. Für Sekundärprävention wurden rund 843 Millionen Euro aufgewendet. Die Ausgaben für Gesundheitsförderung und Primärprävention lagen bei etwa 296 Millionen Euro, nach 223 Millionen Euro im Jahr 2023. Damit stiegen sie innerhalb von zwei Jahren um rund 33 Prozent. Bei der Sekundärprävention betrug der Zuwachs 21 Prozent.

Die Verteilung zeigt, dass ein wesentlicher Teil der ausgewiesenen Summe für Menschen eingesetzt wurde, die bereits erkrankt waren oder nach einer Erkrankung Unterstützung benötigten. Der Milliardenbetrag bildet daher nicht ausschließlich vorbeugende Angebote für gesunde Menschen ab.

Knapp 1,5 Millionen Menschen nutzten die Vorsorgeuntersuchung

Für Vorsorgeuntersuchungen gab die Sozialversicherung 2025 knapp 260 Millionen Euro aus. Knapp 1,5 Millionen Menschen nahmen das Angebot wahr. Das entsprach nach Angaben des Dachverbands rund 20 Prozent der Zielgruppe beziehungsweise der anspruchsberechtigten Bevölkerung ab 18 Jahren.

Gegenüber 2023 erhöhte sich die Zahl der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen um 13,4 Prozent. Beim gynäkologischen Untersuchungsprogramm wurde im selben Zeitraum ein Anstieg um 31,7 Prozent verzeichnet.

Die Vorsorgeuntersuchung steht laut dem öffentlichen österreichischen Gesundheitsportal allen Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich einmal pro Jahr kostenlos zur Verfügung. Der Anspruch besteht auch für Menschen ohne Krankenversicherung. In diesen Fällen übernimmt die zuständige Landesstelle der Österreichischen Gesundheitskasse die Kosten.

Die Zahlen zeigen dennoch eine niedrige Inanspruchnahme: Rund vier von fünf Anspruchsberechtigten nutzten das Angebot 2025 nicht. Aus den veröffentlichten Angaben geht nicht hervor, welche Gründe dafür ausschlaggebend waren. Aussagen über fehlendes Interesse, Wartezeiten oder regionale Unterschiede lassen sich daraus nicht ableiten.

Gesundheitsausgaben stiegen 2025 insgesamt

Die Präventionsbilanz fällt in eine Phase wachsender Gesundheitsausgaben. Nach einer ersten Schätzung von Statistik Austria beliefen sich die laufenden Gesundheitsausgaben 2025 auf 61,3 Milliarden Euro. Das entsprach 11,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gegenüber 2024 war dies ein nomineller Anstieg um 3,5 Milliarden Euro beziehungsweise 6,1 Prozent.

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger finanzierten davon gemeinsam 46,4 Milliarden Euro oder 75,6 Prozent. Auf private Haushalte, freiwillige Krankenversicherungen, Unternehmen und private Organisationen entfielen 15 Milliarden Euro beziehungsweise 24,4 Prozent.

Die 4,41 Milliarden Euro aus der Präventionsbilanz lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres als fixer Anteil dieser Gesamtausgaben interpretieren. Die Sozialversicherung ordnet auch Rehabilitation und andere tertiärpräventive Leistungen der Prävention zu. In der gesamtstaatlichen Gesundheitsrechnung werden Präventionsausgaben anders abgegrenzt. Der Budgetdienst des österreichischen Parlaments bezifferte den Anteil der Prävention an den laufenden Gesundheitsausgaben für 2024 auf drei Prozent. Ein direkter Vergleich wäre wegen der unterschiedlichen Abgrenzungen irreführend.

Alterung und gesundheitliche Unterschiede beeinflussen den Bedarf

Österreichs Lebenserwartung bei der Geburt lag 2024 bei 82,3 Jahren und damit rund sechs Monate über dem EU-Durchschnitt. Frauen erreichten durchschnittlich 84,5 Jahre und lebten damit rund viereinhalb Jahre länger als Männer. Zugleich bestehen Unterschiede nach Bildungsstand: Bei 30-jährigen Männern betrug der Abstand in der Lebenserwartung zwischen der höchsten und der niedrigsten Bildungsgruppe 2022 mehr als sechs Jahre, bei Frauen vier Jahre.

Auch die Alterung der Bevölkerung ist für die längerfristige Entwicklung des Gesundheitssystems bedeutsam. Der Anteil der Menschen ab 65 Jahren stieg von 15 Prozent im Jahr 2000 auf 20 Prozent im Jahr 2023. Für 2050 wird ein Anteil von 28 Prozent prognostiziert. Diese Entwicklung könnte den Bedarf an Behandlung, Rehabilitation und langfristiger Gesundheitsförderung erhöhen. Die tatsächliche Ausgabenentwicklung hängt jedoch ebenso von medizinischem Fortschritt, Preisen, Versorgungsstrukturen und politischen Entscheidungen ab.

Die erstmals gebündelte Bilanz schafft eine gemeinsame Ausgangsbasis für künftige Vergleiche der Ausgaben. Ob höhere Präventionsausgaben langfristig zu mehr gesunden Lebensjahren oder weniger vermeidbaren Erkrankungen führen, lässt sich aus den Finanzdaten allein nicht beurteilen. Unmittelbar sichtbar ist, dass das kostenlose Vorsorgeangebot trotz steigender Teilnahme weiterhin nur einen begrenzten Teil der anspruchsberechtigten Erwachsenen erreicht.

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