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Verkehr

AUA beendet Flugverbindung Graz–Wien mit dem Winterflugplan

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 27. Oktober 2026 10:48
AUA beendet Flugverbindung Graz–Wien mit dem Winterflugplan
AUA beendet Flugverbindung Graz–Wien mit dem Winterflugplan Symbolbild

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Der letzte reguläre Flug ist für den 23. Oktober 2026 angesetzt. Als Alternativen nennt Austrian Airlines AIRail und Verbindungen über Frankfurt, München und Zürich.

Austrian Airlines beendet nach 63 Jahren die reguläre Flugverbindung zwischen Graz und Wien. Der letzte Linienflug ist für Freitag, den 23. Oktober 2026, angesetzt; mit dem Winterflugplan 2026/27 wird die Strecke nicht mehr angeboten. Betroffen sind vor allem Reisende aus der Steiermark, die bisher in Wien auf internationale Flüge umgestiegen sind. Austrian begründet die Entscheidung mit der fehlenden Wirtschaftlichkeit der Verbindung und verweist auf AIRail sowie Flüge zu anderen europäischen Drehkreuzen.

Letzter regulärer Flug für Freitagnachmittag geplant

Der letzte planmäßige Abflug von Graz nach Wien soll am 23. Oktober um 16.15 Uhr unter der Flugnummer OS118 erfolgen. Ob der Flug tatsächlich wie vorgesehen durchgeführt wurde, war zunächst nicht bestätigt. Der Winterflugplan 2026/27 beginnt nach Angaben des Flughafens Graz am 25. Oktober.

Für direkte Reisen zwischen Graz und Wien hatte die Flugstrecke zuletzt nur untergeordnete Bedeutung. Nach Angaben des Geschäftsführers des Flughafens Graz waren rund 98 Prozent der Passagiere auf dieser Verbindung Umsteigegäste. Sie nutzten den Flughafen Wien als Drehkreuz für Weiterflüge im Streckennetz von Austrian Airlines und deren Partnern.

Mit der AUA-Flugverbindung Graz–Wien fällt damit vor allem ein Zubringer zum Wiener Drehkreuz weg. Für Passagiere aus der Steiermark können sich dadurch der Reiseweg, der Umsteigeort und die Reisedauer ändern. Welche Alternative geeignet ist, hängt insbesondere vom Reiseziel und den verfügbaren Anschlusszeiten ab.

Austrian verweist auf Verluste und Kerosinpreise

Austrian Airlines hatte die Einstellung Anfang August angekündigt. Das Unternehmen bezeichnete Graz–Wien als seit Jahren hochdefizitäre Verbindung. Als weitere Begründung nannte die Fluggesellschaft deutlich gestiegene Kerosinpreise und wirtschaftlich nicht mehr tragfähige Strecken.

Diese Darstellung gibt die Position des Unternehmens wieder. Konkrete Ergebniszahlen ausschließlich für die Strecke Graz–Wien veröffentlichte Austrian in diesem Zusammenhang nicht. Wie hoch der Verlust auf der Verbindung war und welchen Anteil einzelne Kostenfaktoren daran hatten, lässt sich daher aus den Angaben der Fluggesellschaft nicht ableiten.

Die Entscheidung betrifft eine traditionsreiche innerösterreichische Route, bedeutet aber nicht das Ende der internationalen Drehkreuzanbindungen des Flughafens Graz. Austrian und der Flughafen verweisen vor allem auf Verbindungen nach Frankfurt, München und Zürich.

46 wöchentliche Verbindungen zu drei Drehkreuzen

Für Graz kündigte Austrian insgesamt 46 wöchentliche Verbindungen zu den Lufthansa-Group-Drehkreuzen Frankfurt, München und Zürich an. Lufthansa und Air Dolomiti binden Graz im Winterflugplan weiterhin mehrmals täglich an Frankfurt und München an.

Auf zahlreichen Flügen zu diesen beiden Zielen soll größeres Fluggerät eingesetzt werden. Dadurch steigt nach Angaben des Flughafens die verfügbare Sitzplatzkapazität. SWISS erhöht die Verbindung zwischen Graz und Zürich gegenüber dem Winter 2025/26 um zwei wöchentliche Flüge auf insgesamt sieben Verbindungen pro Woche.

Der Flughafen Graz beziffert die Zahl der im Winter mit einmaligem Umsteigen erreichbaren Ziele auf rund 200. Diese Unternehmensangabe beschreibt mögliche Anschlussverbindungen. Sie bedeutet nicht, dass jedes Ziel täglich oder zu vergleichbaren Reisezeiten erreichbar ist. Abflugzeiten, Dauer des Zwischenaufenthalts und Flugangebot unterscheiden sich je nach Strecke.

AIRail soll Anbindung an Wien sichern

Für Reisen über den Flughafen Wien soll das AIRail-Angebot bestehen bleiben. Austrian Airlines nennt die Bahnverbindung als Möglichkeit, die Steiermark weiterhin an ihr internationales Streckennetz in Wien anzubinden.

AIRail übernimmt damit einen Teil der Funktion des bisherigen Zubringerfluges, ist aber ein anderes Verkehrsangebot. Reisende müssen bei künftigen Buchungen darauf achten, ob ihre Verbindung über Wien mit der Bahn oder über Frankfurt, München beziehungsweise Zürich mit dem Flugzeug geführt wird. Je nach Ziel können sich dabei unterschiedliche Reisezeiten und Umsteigewege ergeben.

Steirische Interessenvertretungen sehen Standortfrage

Die Wirtschaftskammer Steiermark und die Industriellenvereinigung Steiermark beurteilen das Ende der Wien-Verbindung kritisch. Beide Interessenvertretungen befürchten nach eigenen Angaben eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts. Diese Einschätzung gibt ihre wirtschaftspolitische Position wieder; konkrete Auswirkungen auf Unternehmen oder Beschäftigung sind damit noch nicht belegt.

Zugleich hoffen Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung, dass der Ausbau anderer Verbindungen die Folgen abfedern kann. Frankfurt, München und Zürich bieten zahlreiche internationale Anschlüsse, ersetzen das bisherige Angebot über Wien jedoch nicht für jedes Reiseziel und jede gewünschte Abflugzeit gleichermaßen.

Für den Flughafen Graz endet mit dem Fahrplanwechsel eine seit 63 Jahren bestehende innerösterreichische Linie. Wie stark sich der Wegfall auf Passagierzahlen und die internationale Erreichbarkeit der Steiermark auswirkt, wird wesentlich davon abhängen, wie gut die zusätzlichen Kapazitäten zu den drei anderen Drehkreuzen angenommen werden und in welchem Umfang Reisende AIRail für Verbindungen über Wien nutzen.

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