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Handels-KV 2027: Zweite Runde am 3. November 2026 ohne Einigung

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 4. November 2026 11:41
Handels-KV 2027 Zweite Runde am 3. November 2026 ohne Einigung
Handels-KV 2027 Zweite Runde am 3. November 2026 ohne Einigung

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Für rund 420.000 Handelsangestellte liegt ein Arbeitgeberangebot über 2,1 Prozent mehr Gehalt und 350 Euro Einmalzahlung vor. Die GPA fordert 3,8 Prozent sowie Änderungen bei Arbeitszeit, Mehrarbeit und Urlaub.

Die zweite Verhandlungsrunde für den Handels-KV 2027 ist am 3. November 2026 ohne Einigung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeberseite bot eine dauerhafte Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter um 2,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 350 Euro an. Die Gewerkschaft GPA wies das Angebot zurück und hält an ihrer Forderung nach 3,8 Prozent mehr Gehalt sowie mehreren Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen fest. Betroffen sind österreichweit rund 420.000 Handelsangestellte.

Die Gespräche fanden in der Wirtschaftskammer in Wien statt. Mit dem konkreten Angebot der Arbeitgeberseite sind die unterschiedlichen Positionen bei den Gehältern bezifferbar: Zwischen der angebotenen dauerhaften Erhöhung und der Forderung der Gewerkschaft liegen 1,7 Prozentpunkte. Keine Einigung gibt es außerdem bei den von der GPA verlangten Änderungen zu Mehrarbeit, Dienstplänen und Urlaub.

Arbeitgeber bieten 2,1 Prozent und 350 Euro einmalig

Die Arbeitgeberseite schlägt für 2027 eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter um 2,1 Prozent vor. Hinzukommen soll eine einmalige Teuerungsprämie von 350 Euro. Die Wirtschaftskammer Österreich bezeichnete die zweite Verhandlungsrunde als konstruktiv, meldete jedoch ebenfalls keinen Abschluss.

Für die Bewertung des Angebots ist die Unterscheidung zwischen einer dauerhaften Gehaltserhöhung und einer Einmalzahlung wesentlich. Die prozentuelle Anhebung würde die kollektivvertraglichen Gehälter dauerhaft erhöhen und damit auch die Basis für spätere Anpassungen verändern. Die Zahlung von 350 Euro wäre nach dem vorliegenden Angebot hingegen einmalig und würde nicht Teil der künftigen Gehaltsbasis.

Die Wirtschaftskammer begründet ihre Position mit der wirtschaftlichen Lage vieler Handelsbetriebe. Die Arbeitgebervertretung verweist dabei auf stagnierende Realumsätze, steigende Kosten und eine sinkende Ertragskraft. Diese Angaben sind Teil ihrer Argumentation in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen.

GPA fordert 3,8 Prozent und zusätzliche Zuschläge

Die Gewerkschaft GPA verlangt für die Handelsangestellten eine Gehaltserhöhung von 3,8 Prozent. Das Angebot der Arbeitgeberseite von 2,1 Prozent plus Einmalzahlung ist aus ihrer Sicht nicht ausreichend. Neben dem Entgelt bringt die Arbeitnehmervertretung mehrere Forderungen ein, die Arbeitszeit und Arbeitsorganisation betreffen.

  • Zuschläge für Mehrarbeit ab der ersten Stunde
  • einen Zuschlag für kurzfristiges Einspringen
  • eine verpflichtende Fünf-Tage-Woche
  • einen leichteren Zugang zur sechsten Urlaubswoche

Diese Punkte sind Forderungen der Gewerkschaft und bislang nicht vereinbart. Regelungen zu Mehrarbeit und kurzfristigen Dienstplanänderungen wären insbesondere für Beschäftigte in Filialen und anderen Bereichen mit wechselndem Personalbedarf relevant. Über die konkrete Ausgestaltung oder Höhe möglicher Zuschläge gibt es noch keine Einigung.

Handels-KV betrifft rund 420.000 Angestellte

Mit rund 420.000 Beschäftigten gehört der Handels-KV zu den Kollektivverträgen mit besonders großer Reichweite in Österreich. Er betrifft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unterschiedlichen Bereichen des Handels. Der Abschluss ist daher sowohl für die Einkommen vieler Haushalte als auch für die Personalkosten zahlreicher Unternehmen von Bedeutung.

Die Verhandlungen fallen zudem in eine wichtige Phase des Handelsjahres. Während sich viele Betriebe auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten, verhandeln die Sozialpartner über Gehälter und Arbeitsbedingungen für 2027. Dass die zweite Runde ohne Abschluss endete, bedeutet noch kein Scheitern des gesamten Verhandlungsprozesses: Ein weiterer Gesprächstermin ist bereits angesetzt.

Nächste Verhandlungsrunde am 17. November 2026

Gewerkschaft und Arbeitgeberseite wollen die Kollektivvertragsverhandlungen am 17. November 2026 fortsetzen. Bis dahin bleibt offen, ob sich die Parteien bei der dauerhaften Gehaltserhöhung annähern und ob Forderungen zu Arbeitszeit, Mehrarbeit oder Urlaub in ein mögliches Gesamtpaket aufgenommen werden.

Für die rund 420.000 Handelsangestellten gibt es damit vorerst keinen Abschluss für 2027. In der nächsten Runde stehen weiterhin zwei Konfliktfelder im Mittelpunkt: die Höhe der dauerhaften Gehaltsanpassung und die von der GPA verlangten Änderungen der Arbeitsbedingungen. Offen ist, ob Arbeitgeber und Gewerkschaft am 17. November ihre Positionen ausreichend annähern können.

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