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Verbraucher

Bundesgebühren sollen 2027 unverändert bleiben – Vignette und KlimaTicket werden teurer

Hallo-Zeitung.at Redaktion
aktualisiert: 26. Oktober 2026 19:30
Bundesgebühren sollen 2027 unverändert bleiben – Vignette und KlimaTicket werden teurer
Bundesgebühren sollen 2027 unverändert bleiben – Vignette und KlimaTicket werden teurer

Veröffentlicht von: Hallo-Redaktion (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Hallo-Zeitung-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Die Bundesregierung will die Valorisierung von Reisepass, Personalausweis und Führerschein aussetzen. Für die Pkw-Jahresvignette und das KlimaTicket Österreich sind hingegen Erhöhungen von rund zwei Prozent angekündigt.

Die Bundesregierung will die für 2027 vorgesehene Inflationsanpassung zahlreicher Bundesgebühren aussetzen. Damit sollen unter anderem die Gebühren für Reisepässe, Personalausweise und Führerscheine unverändert bleiben. Für zwei weitverbreitete Mobilitätsprodukte sind hingegen höhere Preise angekündigt: Die Pkw-Jahresvignette soll ab 1. Jänner 2027 108,90 Euro kosten, das KlimaTicket Österreich Classic bei einem Gültigkeitsbeginn ab diesem Datum 1.428 Euro.

Betroffen sind Menschen in ganz Österreich, die 2027 ein amtliches Dokument beantragen oder erneuern müssen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Nutzerinnen und Nutzer des KlimaTickets ergeben sich dagegen Mehrkosten. Entscheidend ist dabei je nach Produkt entweder der Kaufzeitpunkt oder der Beginn der Gültigkeit.

Keine Valorisierung bei Reisepass und Führerschein geplant

Finanzminister Markus Marterbauer und Infrastrukturminister Peter Hanke kündigten am 25. Oktober 2026 an, die Inflationsanpassung bei den amtlichen Gebühren des Bundes für 2027 auszusetzen. Betroffen sein sollen feste Gebühren nach dem österreichischen Gebührengesetz, darunter jene für Reisepässe, Personalausweise und Führerscheine. Auch Gebühren für Zulassungsbescheinigungen und Strafregisterbescheinigungen sollen nach den angekündigten Plänen nicht angehoben werden.

Ein gewöhnlicher Reisepass würde damit weiterhin 112 Euro kosten. Für die erstmalige Ausstellung eines Führerscheins würden unverändert 90 Euro anfallen. Als derzeitige Gebühr für eine Zulassungsbescheinigung führt das Finanzministerium 178 Euro an. Je nach Behördenweg und Antrag können zusätzliche Kosten entstehen. Die angekündigte Gebührenbremse bedeutet daher nicht, dass sämtliche öffentlichen Leistungen oder alle mit einem Antrag verbundenen Ausgaben eingefroren werden.

Die Bundesregierung beziffert den Einnahmenverzicht gegenüber einer vollständigen Valorisierung mit insgesamt 25 Millionen Euro. Diese Summe entspricht nicht einer gleich hohen Entlastung für jeden Haushalt. Der individuelle Vorteil hängt davon ab, ob und welche gebührenpflichtigen Dokumente eine Person im Jahr 2027 benötigt.

Pkw-Jahresvignette soll 108,90 Euro kosten

Für die Pkw-Jahresvignette ist mit 1. Jänner 2027 eine Erhöhung von 106,80 Euro auf 108,90 Euro angekündigt. Das sind 2,10 Euro beziehungsweise rund 1,97 Prozent mehr. Zunächst war eine Anpassung um 3,6 Prozent vorgesehen gewesen.

Nach Angaben der ASFINAG kann die Digitale Jahresvignette 2027 bis einschließlich 31. Dezember 2026 noch zum bisherigen Preis von 106,80 Euro gekauft werden. Das soll auch für bestehende Vignetten-Abos gelten. Bei einem Kauf ab 1. Jänner 2027 würde der neue Tarif von 108,90 Euro verrechnet.

Der Verkauf der Digitalen Vignette für 2027 soll Anfang November 2026 beginnen. Als frühester Gültigkeitsbeginn ist der 1. Dezember 2026 vorgesehen. Gleichzeitig steht die vollständige Umstellung auf die digitale Variante an: Ab 1. Dezember 2026 sollen keine Klebevignetten mehr verkauft werden. Ab 1. Februar 2027 soll auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ausschließlich die Digitale Vignette gelten.

KlimaTicket Österreich steigt nach den Plänen auf 1.428 Euro

Die geringere Anpassung bei KlimaTicket und Vignette hatte das Infrastrukturministerium bereits am 22. Oktober 2026 angekündigt. Das KlimaTicket Österreich Classic kostet derzeit 1.400 Euro. Für Tickets mit einem Gültigkeitsbeginn ab 1. Jänner 2027 ist eine Erhöhung um zwei Prozent auf 1.428 Euro vorgesehen. Beginnt die Gültigkeit spätestens am 31. Dezember 2026, soll noch der bisherige Preis gelten.

Nach Angaben des Infrastrukturministeriums zahlen Kundinnen und Kunden damit rund 22 Euro weniger als bei der ursprünglich vorgesehenen Valorisierung um 3,6 Prozent. Dabei handelt es sich um eine Ersparnis gegenüber dem zunächst geplanten Tarif, nicht gegenüber dem aktuellen Preis: Im Vergleich zu den derzeitigen 1.400 Euro würde das KlimaTicket Classic um 28 Euro teurer.

Die ermäßigten Kategorien Jugend, Senior und Spezial werden derzeit mit jeweils 1.050 Euro geführt. Eine konkrete Tarifhöhe für 2027 lässt sich aus der angekündigten Anpassung allein nicht verbindlich ableiten. Maßgeblich sind die veröffentlichten Preisbestimmungen für die jeweilige Kategorie.

Bundesgebühren sind von anderen Abgaben zu unterscheiden

Die angekündigte Gebührenbremse bezieht sich auf bestimmte amtliche Gebühren des Bundes. Abgaben und Gebühren der Länder oder Gemeinden sowie andere behördliche Kosten sind davon nicht automatisch erfasst. Auch bei Bundesdokumenten können neben der eigentlichen Gebühr weitere Ausgaben anfallen.

Für Käufe rund um den Jahreswechsel sind vor allem zwei unterschiedliche Regeln relevant: Bei der Digitalen Jahresvignette entscheidet nach Angaben der ASFINAG der Kauf bis spätestens 31. Dezember 2026 über den bisherigen Preis. Beim KlimaTicket ist hingegen der Gültigkeitsbeginn maßgeblich. Wer eines der beiden Produkte für 2027 benötigt, muss daher die jeweiligen Fristen und Bedingungen getrennt beachten.

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